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Sender Leipzig |
„Keine Gewalt“ - nach Wochen der Sprachlosigkeit der selbst ernannten obersten Lenker der DDR bei gleichzeitiger Zuspitzung der prekären Wirtschaftslage und des Ausreiseproblems wirkte der Aufruf sechs mutiger und engagierter Leipziger (Kurt Masur, Bernd-Lutz Lange, Peter Zimmermann, Kurt Meyer, Jochen Pommert und Roland Wötzel) endlich deeskalierend. Die weitere Entwicklung stand auf des Messers Schneide, als am 9. Oktober 1989 um 18 Uhr der Aufruf vom Sender Leipzig ausgestrahlt und anschließend im Stadtfunk verlesen wurde. 18.25 Uhr zogen sich die bewaffneten Einheiten zurück und zehntausende Leipziger begannen, friedlich über den Innenstadtring zu demonstrieren.
Das Funkhaus des Mitteldeutschen Rundfunks mit seiner expressiven Ziegelfassade geht auf einen Entwurf des bekannten Leipziger Architekten Emil Franz Hänsel zurück. Das Haus wurde 1929 bezogen, beherbergte später den Sender Leipzig von Radio DDR und bildete ab 1991 den Ausgangspunkt für die entstehende Drei-Länder-Anstalt MDR innerhalb der ARD. Nach dem Umzug des MDR in sein neues Sendezentrum steht das historische Gebäude seit nunmehr fast zehn Jahren leer und wartet auf eine neue Nutzung.
Dr. Helge-Heinz Heinker |
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Adresse |
Springerstr. 24 04105 Leipzig
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Übersicht |
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