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Internationale Wochen gegen Rassismus in Leipzig |
Vom 14. bis zum 27. März 2011 finden in Leipzig zum achten Mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.
Ab 3. März finden Sie hier das Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus.
Deutschlandweit koordiniert der Interkulturelle Rat in Deutschland e. V. die Internationalen Wochen gegen Rassismus.
Hintergrund
Am 21. März 1960 fanden sich im südafrikanischen Sharpeville, 50 Kilometer südlich von Johannesburg, rund 20 000 Menschen zusammen. Sie folgten einem Aufruf des Pan African Congress (PAC), der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte. Die Menschen demonstrierten gegen die Passgesetzte des Apartheid-Regimes. Diese Gesetze sahen die scharfe Trennung von Wohn- und Geschäftsbezirken für Weiße, Schwarze und Inder vor. Vor allem Schwarze sollten nur noch als Arbeitskraft in die Städte kommen, sonst aber fernab der weißen Gesellschaft leben.
Die friedliche Demonstration eskalierte, als Polizisten anfingen in die Menge zu schießen, als Reaktion auf angebliche Steinwürfe aus der Gruppe. Zuvor hatten sie die Demonstranten mit Tränengas in Schach gehalten. 69 Menschen wurden getötet, darunter 10 Kinder. Viele Menschen wurden, teilweise schwer, verletzt.
Am 21. März 1966 riefen die Vereinten Nationen diesen Tag zum Gedenken an die Opfer des Massakers als den Internationalen Tag gegen Rassismus aus. Seit 1979 sind die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen eingeladen, jährlich eine Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu organisieren.
Gemeinsam mit mehr als 60 bundesweiten Organisationen und Einrichtungen fordert der Interkulturelle Rat in Deutschland dazu auf, sich an den Aktionswochen zu beteiligen und Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
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