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Antiziganismus und Völkermordgedenken |
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Leipzig 15. bis 28. März 2010
Wann? Freitag, 26. März, 19:00 Uhr Wo Frauenkultur Leipzig e.V., Windscheidstraße 51 Was? Antiziganismus und Völkermordgedenken
Nach wie vor werden in nahezu allen Staaten Europas zahlreiche Menschen als "Zigeuner" diskriminiert und teilweise verfolgt.
Zudem scheint es unmöglich, eine Beschreibung von Roma jenseits romantisierender oder ablehnender Stereotype zu finden.
Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass der Gedenkschub der 1990er auch die noch in den 1980er Jahren als die „vergessenen Opfer“ betitelten Roma ins gesamtdeutsche Erinnerungstableau integriert hat.
Die Auseinandersetzung mit dem an ihnen begangenen nationalsozialistischen Völkermord bleibt an antiziganistische Stereotype gebunden.
Yvonne Robel befasst sich mit eben dieser Verkopplung von Gedenkpolitik und Antiziganismus: Für die Zeit nach 1945 lässt sich fragen, inwieweit wir – auch im Bereich des Erinnerns – von „Kontinuitäten der Verfolgung“ sprechen können. Nur vor diesem Kontext lassen sich aktuelle Gedenkpolitiken verstehen. Dies gilt auch für die Debatte um ein zentrales Mahnmal in Berlin. Auch sie, so zeigt sich, trägt nur mehr zur Verfestigung des projektiven Bildes vom "Zigeuner" bei.
Referentin: Yvonne Robel, Hamburg, Mitherausgeberin des Sammelbandes „Antiziganistische Zustände. Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments“ (Unrast 2009)
Eintritt: 3,00 / 1,50 Euro ermäßigt
Weitere Informationen: Frauenkultur Leipzig e.V. Telefon 0341 2130030 E-Mail: hallo@frauenkultur-leipzig.de Internet: www.frauenkultur-leipzig.de
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