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Sprach- und Integrationsmittlung in Leipzig |
Warum Sprach- und Integrationsmittler?
Migrantinnen und Migranten fühlen sich von Behörden, Schulen, medizinischen Einrichtungen und sozialen Diensten häufig nicht richtig verstanden. Umgekehrt sind sich auch diese Institutionen oft nicht sicher, ob die Migrantinnen und Migranten alles richtig verstehen und alle Fragen abschließend geklärt werden konnten.
Durch den Einsatz von Sprach- und Integrationsmittlern wird es möglich, nicht nur sprachliche Barrieren zu überwinden, sondern auch kulturell bedingte Missverständnisse zu erkennen und zu beseitigen.
Somit kann die strukturelle Versorgung von Migrantinnen und Migranten verbessert und die interkulturelle Öffnung der Regeldienste unterstützt werden.
Ein erster Schritt: Das Leipziger Projekt "GeKomm"
In Leipzig vermittelt das Projekt „GeKomm“ des Caktus e.V. Sprach- und Kulturmittler für Beratungen, Behandlungen und Betreuung im medizinischen, psychosozialen und sozialen Bereich.
Das Sozialamt der Stadt Leipzig fördert dieses Projekt.
Flyer GeKomm (PDF 70 KB)
Qualitätssicherung und bedarfsorientierte Erweiterung: Das Projekt SprInt Leipzig (Sprach- und Integrationsmittler Leipzig)
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Um das bestehende Angebot des Einsatzes von Sprach- und Integrationsmittlern in Leipzig nicht nur zu sichern, sondern entsprechend des Bedarfes auszubauen und zu professionalisieren, fand am11. Dezember 2009 ein Workshop „Sprach- und Integrationsmittlung in Leipzig“ statt.
In dessen Ergebnis gründete sich eine Interkommunale Arbeitsgruppe Sprach- und Integrationsmittlung in Leipzig, die regelmäßig quartalsweise zusammenkommt. Das Referat für Migration und Integration koordiniert die Arbeitsgruppe, in der Vertreterinnen und Vertreter verschiedener städtischer Ämter, der Sächsischen Bildungsagentur, der Arbeitsgemeinschaft Leipzig, der Universität Leipzig, des Migrantenbeirates der Stadt Leipzig, des Caktus e. V. und des Migrationsdienstes der Diakonie Wuppertal mitarbeiten.
Die Ziele der Interkommunalen Arbeitsgruppe Sprach- und Integrationsmittlung in Leipzig sind
- eine Qualifizierung zum Sprach- und Integrationsmittler in Leipzig vorzubereiten
- die neue Dienstleistung bei Entscheidungsträgern und potentiellen Arbeitgebern bekannt zu machen
- eine bedarfsdeckende gesamtstädtische Struktur für die Vermittlung und den Einsatz qualifizierter Sprach- und Integrationsmittler langfristig abzusichern
In Leipzig wird eine 18-monatige Qualifizierung zur/zum Sprach- und Integrationsmittler/-in von den Euro-Schulen Leipzig durchgeführt. Das Curriculum für die Qualifizierung ist an allen SprInt-Standorten einheitlich. Eine Bundesarbeitsgruppe setzt sich für die staatliche Anerkennung des neuen Berufsbildes ein.
Flyer Qualifizierung zum Sprach- und Integrationsmittler (101 KB)
Die Ergebnisse des Workshops sowie der bisherigen Treffen der Interkommunalen Arbeitsgruppe „Sprach- und Integrationsmittlung in Leipzig, Dezember 2009 bis Juni 2010 (PDF 777 KB)
Das Transferzentrum Sprach- und Integrationsmittlung (Sprint-Transfer) der Diakonie Wuppertal begleitet die Arbeitsgruppe fachlich und mit den Erfahrungen aus den anderen bundesweiten Projekttandorten. Dafür unterzeichneten das Referat für Migration und Integration und das Transferzentrum am 15. Juni 2010 eine Kooperationsvereinbarung.
Das Referat für Migration und Integration arbeitet in dem bundesweiten Arbeitskreis „Sprach- und Integrationsmittlung“ mit.
www.sprint-transfer.de - Das Portal für Sprach- und Integrationsmittlung
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