Am 9. August 2010 startet in Leipzig das Alkoholpräventionsprojekt HaLT. Um Kinder und Jugendliche vor den Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums zu bewahren werden verschiedene Strategien umgesetzt.
1. Schnelle Hilfe für Jugendliche, die mit einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden müssen:
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung in die Universitätsklinik eingeliefert werden, werden noch vor Ort durch einen Sozialarbeiter oder Psychologen beraten. Dieses Gespräch dient der Aufarbeitung des Geschehens sowie der Schaffung von Änderungsmotivation. Außerdem werden die minderjährigen Patienten zur Teilnahme an dem Gruppenangebot „RISIKO-CHECK“ motiviert. Bei Bedarf werden weiterführende Hilfen eingeleitet.
2. Risikocheck
Der Risikocheck ist ein eineinhalbtägiges Gruppenangebot und dient dazu, weitere Informationen zum verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu vermitteln, die Selbstreflexion und Risikokompetenz der Jugendlichen zu fördern und bei Bedarf in weiterführende Hilfen zu verweisen. Da Kinder und Jugendliche oft in Gruppen konsumieren können auch Freunde des Patienten an dem Workshop teilnehmen. Flyer Front Risiko Check Flyer Rückseite Risiko Check
3. Stärkung des Jugendschutzes
Bevor Kinder und Jugendliche mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, müssen sie den Alkohol irgendwie organisieren. Leider gibt es nach wie vor Verkaufsstellen, die die Jugendschutzbestimmungen nicht beachten und Bier und Wein an unter 16-Jährige bzw. Spirituosen an unter 18-Jährige abgeben. Daher arbeitet das HaLT-Projekt auch mit Veranstaltern, Händlern und der Polizei zusammen - mit dem Ziel, dass Alkohol konsequent nicht an Minderjährige verkauft wird. Durch Aktionen, Schulungen und Öffentlichkeitsarbeit soll eine Kultur des Hinsehens entwickelt werden.
4. Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol schaffen
Durch Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen in Clubs und Diskotheken, auf öffentlichen Veranstaltungen usw. sollen verschiedene Zielgruppe für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sensibilisiert und die Vorbildrolle aller Erwachsenen und besonders der Eltern betont werden.
An der Umsetzung des HaLT-Projektes sind folgende Partner beteiligt:
Gesundheitsamt Leipzig und der dort angebundene Arbeitskreis Suchtprävention Jugendamt Leipzig Ordnungsamt Leipzig Universitätskinderklinik Leipzig Projekt Drahtseil des Zentrums für Integration e.V. Jugendhaus Leipzig e. V.
Die AOK Plus übernimmt die Förderung des Projektes.
Kontakte zu Projektkoordinatoren: Gesundheitsamt Manuela Hübner Tel.: 0341 123 6768 manuela.huebner@leipzig.de Jugendamt Ulrike Hinkelmann Tel.: 0341 123 4367 ulrike.hinkelmann@leipzig.de
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