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Entwicklungsbedarf besteht hingegen in der unterdurchschnittlichen Innovationsdynamik sowie der F&E- und kapitalschwachen Wirtschaftsstruktur, aber auch bei der internationalen Erreichbarkeit des Standortes Leipzig sowie der gemeinsamen Standortentwicklung zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen, Wirtschaft und Stadt.
Ziele
Vor dem Hintergrund dieser Vor- und Nachteile ist die zielorientierte Kooperation von wissenschaftlichen Einrichtungen, Wirtschaft und Stadt ein wichtiger Baustein. Hier gibt es schon gute Ansätze, die mit dem Ziel weiterentwickelt werden sollen,
- die wissenschaftlichen Potentiale für die wirtschaftliche, soziale, geistige und kulturelle Entwicklung Leipzigs zu nutzen und zu entwickeln;
- Leipzig als Standort von internationalem Rang in Forschung und Lehre durch die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wissenschaft auszubauen und zu profilieren;
- In den Kooperationsprozess die einheimischen Unternehmen einzubeziehen, um den Transfer zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Anwendungswissen sowie von wissenschaftlicher Ausbildung und Fachkräfteentwicklung der Wirtschaft zu verbessern;
- Leipzig als ein intellektuelles und geistig-politisches Zentrum wahrnehmbar zu machen und als einen Ort des kritischen Denkens zu profilieren;
- in der Öffentlichkeitsarbeit und bei Veranstaltungen zu kooperieren und diese abzustimmen, um das Profil und die vielfältigen Potentiale der Hochschul- und Forschungslandschaft und des Standortes regional, national, international zu kommunizieren;
- zur Umsetzung der Ziele eine tragfähige Arbeitsstruktur zu schaffen, um den Kommunikations- und Kooperationsprozess der Partner zu verstetigen und zu intensivieren.
Diese Zusammenarbeit bedeutet für alle Partner, die jeweilige Ausrichtung auf eigene Entwicklungsziele um eine Ausrichtung auf das gemeinsame Ziel der Entwicklung des Wissenschafts, Hochschul- und Forschungsstandortes Leipzig zu erweitern. Die Ziele werden in den drei Kooperationsfeldern: „Wirtschaft und Standortentwicklung“, „Lebensraum Wissenschaften“ sowie „Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für den Wissenschaftsstandort“ untersetzt und eine Arbeitsstruktur für die Umsetzung der Ziele vorgeschlagen.
Leipzig hat vier große Wissenschaftsquartiere unterschiedlicher Ausprägung, in denen die Forschungseinrichtungen verschiedener Disziplinen und auch forschungsaffine Unternehmen angesiedelt sind. Dadurch wird einerseits die Kooperationen der Einrichtungen und Unternehmen auf kurzem Wege ermöglicht und Synergieeffekte erzeugt. Darüber hinaus spielen die Wissenschaftsquartiere in der öffentlichen Wahrnehmung der Wissenschaftslandschaft eine wichtige Rolle. Ziel ist deshalb die Identität dieser Räume im Sinne des Campusgedankens weiter zu stärken.
Räumliche Handlungsschwerpunkte:
- der Wissenschaftsraum Leipzig – Mitte mit dem Campus Augustusplatz in der Innenstadt, mit den geistes- und kulturwissenschaftlichen Einrichtungen im Musikviertel (Campus Beethovenstraße / Wächterstraße) und mit den sportwissenschaftlichen Einrichtungen und der Handelshochschule am Campus Jahnallee;
- der Wissenschaftsraum Leipzig - Südost: mit der Universitätsmedizin (Campus Liebigstraße), dem Campus Naturwissenschaften und dem Campus Tierkliniken sowie dem BioCity Campus im Umfeld des deutschen Platzes;
- der Wissenschaftsraum Leipzig – Nordost zwischen Permoserstraße, Torgauer Straße und Bahnlinie mit großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und - der Wissenschaftsraum Leipzig – Süd beidseits der Karl-Liebknecht Straße in Connewitz mit den Einrichtungen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) und der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL).
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