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Fachkonzept Bildungslandschaft

Entwicklung und Handlungsbedarf

Die Kita- und Schulnetzentwicklung war geprägt einerseits durch Anpassungsprozesse an die zunächst rückläufigen, inzwischen wieder steigenden Geburtenzahlen; andererseits aber durch die Aufwertung von Gebäuden und Ausstattungen an die veränderten schulischen Anforderungen. Im Ergebnis dieses Prozesses kann die quantitative Versorgung heute als gesichert gesehen werden. Es besteht allerdings ein erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf der Einrichtungen.

Im Gegensatz zum Schulbereich haben sich die Studierendenzahlen an den Hochschulen von 1992 bis 2005/6 fast verdoppelt und inzwischen bei knapp 40.000 stabilisiert. Dabei ist ein deutlicher regionaler Einzugsbereich festzustellen.

Als Träger der Weiterbildung konnte die VHS seit 1990 ihre Kursangebote fast verdreifachen und die Teilnehmerzahl verdoppeln. Mit ihren 66 Veranstaltungsorten über das Stadtgebiet verteilt, ist sie neben einer Vielzahl privater Träger der heraus-ragende Anbieter von außerschulischer Bildung und Weiterbildung.

Die Leipziger Bildungslandschaft ist breit gefächert mit einem hohen Standard bezüglich der Kapazitäten und Qualitäten. Sie ist damit ein wichtiger Standortvorteil und als solcher auch im Interesse nachhaltiger Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung weiter auszubauen. Schwächen liegen vor allem im Sanierungsstau im Kita- und Schulbereich, in teilräumlichen Über- oder Unter-kapazitäten und in der unzureichenden Einbindung in die sozialen Zusammenhänge, wodurch sich Defizite in der Integrationsleistung und in der Betreuung von Problemgruppen (z.B. Schulabbrecher) ergeben.

 
 
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Bildungslandschaft
Karte B 4: Räumliche Schwerpunkte/ Netz der Einrichtungen (PDF 3,2 MB)
 

Langfassung Fachkonzept Bildungslandschaft (PDF 100 kB)

 
 
 

Die demographischen Eckdaten lassen erwarten, dass in Kitas und Schulen die Nachfrage insgesamt leicht ansteigen wird, allerdings mit einer deutlichen teilräumlichen Differenzierung. Im Hochschulbereich ist von tendenziell sinkenden Studentenzahlen auszugehen, woraus sich besondere Herausforderungen bezüglich zeitgemäßer und innovativer Studiengänge ergeben. Für die VHS hingegen kann von einer stabilen Nachfrage auf hohem Niveau ausgegangen werden.

Ziele

Für die weitere Entwicklung der Bildungslandschaft werden folgende Ziele verfolgt:

  • bedarfsgerechtes, wohnortnahes Netz an leistungsfähigen Kitas und Schulen,
  • Abbau des Investitionsstaus bei Gebäuden und Freiflächen,
  • Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschulen,
  • Angebote für Bildung als lebenslangen Prozess schaffen.


Handlungsschwerpunkte

Für das Kita- und Schulnetz werden folgende inhaltlichen und räumlichen Schwerpunkte gesetzt (siehe Karte B 4):

  • Infrastrukturausbau in den Ortsteilen, die in den vergangenen Jahren und perspektivisch hohe Einwohnerzuwächse (insbesondere Familien mit Kindern) verzeichnen,
  • Netzanpassung in Ortsteilen, die von Einwohnerverlusten bzw. einem steigenden Anteil älterer Menschen geprägt sind; zur Sicherung der Attraktivität dieser Ortsteile für Familien und Kinder sind die verbleibenden Einrichtungen aufzuwerten,
  • Öffnung für Integrationsfunktionen von Kitas und Schulen in Schwerpunkträumen mit einer Konzentration sozialer Problemlagen und besonderem Integrationsbedarf; Einrichtungen der sozialen Infrastruktur sind so zu qualifizieren, dass sie die Angebote von Kitas und Schulen sinnvoll ergänzen.
 
 

deli.cio.us Mister Wong

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