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Fachkonzept Soziales |
Entwicklung und Handlungsbedarf
Der Themenkomplex "Soziales" mit den Schwerpunkten Arbeitslosigkeit, Armut und den darin begründeten Folgen einer eingeschränkten gesellschaftlichen Teilhabe bildet innerhalb des SEKo ein Querschnittsthema, auf das in verschiedenen Kapiteln ausführlich eingegangen wird (u.a. soziodemographische Rahmenbedingungen, Fachkonzepte Wohnen, Wirtschaft und Beschäftigung sowie Bildungslandschaft, Ziele und Handlungsschwerpunkte, Schwerpunkträume der Stadtentwicklung).
Das Fachkonzept Soziales beschäftigt sich deshalb mit ausgewählten Zielgruppen, deren spezifische Belange an anderer Stelle des SEKo weniger detailliert dargestellt werden können. Für Migranten, Senioren, behinderte Menschen, Kinder und Jugendliche, Suchtkranke und psychische kranke Menschen erfolgt eine analytische Betrachtung sowie die Darstellung von konzeptionellen Ansätzen und Handlungsschwerpunkten in der sozialen Arbeit.
Insbesondere in Stadtteilen, in denen soziale Entmischung die Integration gefährdet, ist eine besondere Konzentration und ressortübergreifende Koordination der Handlungsansätze – und damit eine sozialräumliche Ausrichtung – erforderlich. Dies hat sich in Leipzig in den letzten Jahren sowohl in der Ausrichtung der Jugendhilfe- und Sozialplanung niedergeschlagen als auch im Rahmen der integrierten Programme Soziale Stadt und Urban II. Allerdings ist die sozialräumliche Schwerpunktsetzung bisher nicht in allen sozialen Aufgabenfeldern verankert. |
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Handlungsschwerpunkte
In den soziodemographischen Rahmenbedingungen des SEKo wurde aus der Überlagerung verschiedener Indikatoren eine sozialräumliche Differenzierung Leipzigs abgeleitet. Dabei kristallisieren sich drei Stadträume heraus, in denen ein besonders hoher Handlungsbedarf besteht (siehe Karte B 5):
- im Leipziger Osten, insbesondere die Ortsteile Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf und Schönefeld-Abtnaundorf,
- im Leipziger Westen, insbesondere die Ortsteile Lindenau, Altlindenau, Neulindenau und Kleinzschocher sowie
- in Leipzig-Grünau, insbesondere die Ortsteile Grünau-Mitte, -Nord und Lausen-Grünau.
Diese drei Räume bilden die räumlichen Handlungsschwerpunkte für das Fachkonzept Soziales. In diesen drei Räumen sollen die beschriebenen zielgruppenorientierten Handlungsansätze besonders konzentriert werden. Auf Grundlage integrierter Handlungskonzepte sollen sie aber auch miteinander sowie mit städtebaulichen und wirtschaftlichen Handlungsansätzen vernetzt werden. Besondere Bedeutung kommt dabei bewohnergetragenen Strukturen sowie der Aktivierung und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zu.
Im Zuge der Weiterentwicklung und Umsetzung des SEKo ist die Sozialraumorientierung weiter auszubauen. Für die einzelnen Zielgruppen sind spezifische Sozialraumanalysen durchzuführen und die Prioritäten ggf. entsprechend räumlich zu konzentrieren. Dies gilt insbesondere für die Zielgruppe Senioren, da sich auf Grund der stadträumlich differenzierten Altersstruktur teilweise räumlich abweichende Handlungsschwerpunkte erwarten lassen.
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