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Fachkonzept Sport |
Entwicklung und Handlungsbedarf
Organisationsformen, Einrichtungen und Rolle des Sports haben sich seit der Wiedervereinigung grundlegend verändert. Entsprechend dem allgemeinen gesellschaftlichen Trend sind - mit dem Bewusstsein um die Bedeutung des Sports als Mittel der Freizeitgestaltung, Gesundheitsvorsorge und der sozialen Integration - die Anforderungen an die Stadt deutlich gewachsen.
Seit 1990 hat sich die Mitgliederzahl in Sportvereinen mehr als verdoppelt. Dabei haben sich die Präferenzen für bestimmte Sportarten verschoben und damit auch die Anforderungen an die Sportstätten. Vielen Vereinen werden schulische Einrichtungen zur Verfügung gestellt.
Schwerpunkte des Leistungssports in Leipzig sind die Sportarten Judo, Kanuslalom, Kanurennsport, Leichtathletik, Rudern, Wasserspringen, Schwimmen, Turnen (weiblich), Handball (weiblich), Volleyball (männlich), Fußball (männlich) und Hockey (weiblich). Insbesondere die Ballsportarten sind vom allgemeinen Defizit an geeigneter Sportinfrastruktur betroffen. |
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Ein Drittel aller Leipziger zwischen 15 und 85 ist in der Woche mindestens einmal sportlich aktiv, ohne dabei in einen Verein eingebunden zu sein. Demnach sind insbesondere für Radfahren, Inlineskating/ Skateboarding, Rollstuhlsport und – aufgrund der Potentiale von Gewässerverbund und Neuseenland – für Wassersportarten die infrastrukturellen Bedingungen zu verbessern.
Ende 2007 gab es in Leipzig 230 funktionstüchtige Turn- und Sporthallen. Von diesen Hallen ist aber nur ein Drittel uneingeschränkt nutzbar, der Rest weist deutliche Mängel auf. Von den 71 Sportplatzanlagen sind nur ca. 11% in gutem Zustand, 86 % haben deutliche Mängel. Aus dem Zustand der Sporthallen und Sportplatzanlagen sowie der weiteren Zunahme der Mitgliederzahlen in Sportvereinen und wachsenden Schülerzahlen ergibt sich ein erheblicher Handlungsbedarf bezüglich der Sportstätteninfrastruktur. Im Zusammenhang mit Ganztagesangeboten der verschiedenen Schultypen ist auch im außerunterrichtlichen Bereich der Bedarf an geeigneten Sportanlagen gestiegen, dieser Trend wird sich bei steigenden Schülerzahlen fortsetzen.
Stadtentwicklungsrelevante Ziele der Sportentwicklung
- den Hauptschwerpunkt der Sportentwicklung und -förderung auf Kinder und Jugendliche auszurichten. Projekte für sozial Benachteiligte, für Menschen mit Behinderungen, für Migranten und Migrantinnen werden ebenfalls besonders gefördert.
- im Zusammenspiel von Schul- und Vereinssport, die quantitativen und qualitativen Defizite durch Sanierung und weiteren Neubau von Sportanlagen abzubauen. Bezüglich Prioritäten und Standortentscheidungen sind die Bedarfe von Schulen und Vereinen miteinander abzustimmen.
- Leistungssport und nichtkommerzielle Sportveranstaltungen, die eine wichtige Bedeutung für das Image einer Stadt haben, zu unterstützen.
- Bewegungsräume und zum Sporttreiben geeignete Infrastruktur im Wohnumfeld zu schaffen. Hauptzielgruppe sind hier ebenfalls Kinder und Jugendliche.
Räumliche Handlungsschwerpunkte
- Ausbau der Nordanlage des Sportforums, Sportmittelschule und die Sanierung der Vereinssportstätte des Leipziger Kanuclubs für den Leistungssport,
- Anbindung an das Umland durch geeignete Wege (schnelles Radfahren, Inlineskating, Rollstuhlsport) sowie der Zwenkauer See für Wassersport,
- Behebung der quantitativen Defizite in der Sporthalleninfrastruktur in den Stadtbezirken Ost und Nord, Alt-West Süd und Südwest (Neubau von zwei Drei-Felder-Hallen) und der qualitativen Defizite insbesondere in den Stadtbezirken Nordwest, Altwest und Süd,
- Behebung der Sanierungsdefizite bei Sportplatzanlagen in den Stadtbezirken West und Süd.
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