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Fachkonzept Zentren

Entwicklung und Handlungsbedarf

Seit der Wiedervereinigung hat sich die Einzelhandelslandschaft in Leipzig erheblich verändert. In einer ersten schnellen Wachstumsphase wurde auf die von der ehemaligen DDR überkommenen Versorgungsdefizite reagiert. Dabei entstanden jenseits der Einflussnahme durch die Stadt Leipzig im Umland erhebliche Verkaufsflächenzuwächse, die zumindest in Teilen die Entwicklungschancen der Innenstadt einschränkten. Seit Mitte der 90er Jahre hat die Innenstadt allerdings in ihrer Entwicklung aufholen können und sich als der urbane Einkaufsstandort durchgesetzt. In den letzten Jahren setzte ein grundlegender Strukturwandel im Lebensmittel-Einzelhandel ein. Die Konzentrationsprozesse führten im Ergebnis zu Standortverlagerungen, die die Nahversorgung und den kleinteiligen Einzelhandel gefährden können.

Die Kaufkraftentwicklung und die Kaufkraftbindung in Leipzig sind unterdurchschnittlich. Auch der Umsatzanteil der Kunden aus dem Umland ist relativ niedrig, was auf die Anziehungskraft der großflächigen Einkaufszentren und Möbelhäuser außerhalb der Stadtgrenzen Leipzigs zurückzuführen ist. Trotzdem ist nach wie vor eine dynamische Einzelhandelsentwicklung festzustellen, bei der ein Verkaufsflächenzuwachs von einer rückläufigen Zahl der Betriebe begleitet wird. Der Flächenzuwachs konzentrierte sich dabei auf die Innenstadt sowie auf nicht integrierte Standorte außerhalb der Zentren.

 
 
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Zentren - Handlungsschwerpunkte
Karte B 7: Handlungsschwer- punkte/ Zentren (PDF 2,5 MB)
 

Langfassung Fachkonzept Zentren (PDF 100 KB)


 
 
 

Multifunktionale Zentren in den Stadtteilen sind ein substantieller Bestandteil der europäischen Stadt. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gewinnt ihre Nahversorgungsfunktion zunehmend an Bedeutung. Damit ergibt sich Handlungsbedarf, um die Entwicklung des Einzelhandels in einen geordneten, die Zentren stabilisierenden Rahmen zu lenken.

Das bedeutet insbesondere die weitere Stärkung der zentralen Funktionen der City sowie eine konsequente Einflussnahme auf die weitere Standortentwicklung, um ein möglichst dichtes Angebot der Grundversorgung in den Zentren sicherzustellen. Diese Zielstellung kann die Stadt auch durch die Aufwertung des öffentlichen Raumes sowie die Sicherung der Multifunktionalität durch kommunale Infrastrukturangebote unterstützen.

Ziele der künftigen Einzelhandels- und Zentrenentwicklung

  • Stärkung der oberzentralen Funktion Leipzigs und Weiterentwicklung der City,
  • Stabilisierung der zentralen Versorgungsbereiche und Sicherung der Nahversorgung,
  • Gezielte Neuansiedlung und Weiterentwicklung von Fachmarktstandorten,
  • Sicherung der Nahversorgung in Wohngebieten mit Defiziten.


Handlungsschwerpunkte

Daraus leiten sich für die City, die 2 B-Zentren Paunsdorf-Center und Stuttgarter Allee in Grünau, die 8 C-Zentren sowie die zahlreichen D-Zentren und Nahversorgungslagen konkrete Schritte ab, wobei für mehrere Zentren eine besondere Priorität der fachübergreifenden Stärkung und Entwicklung besteht (siehe Karte B 7).

In der Umsetzung konzentriert sich das kommunale Handeln auf folgende Maßnahmefelder:

  • Zentrenmanagement im Rahmen integrierter Handlungskonzepte zur Stützung von Geschäftsstraßeninitiativen in den Schwerpunktbereichen der Stadtentwicklung und in den Magistralen,
  • Stärkung bzw. Neuansiedlung öffentlicher Einrichtungen in den Zentren als kommunaler Beitrag zur Entwicklung von Multifunktionalität und Nutzungsdichte,
  • Wirtschaftsförderung und aktive Beratung von Einzelhändlern,
  • Entwicklung und Unterstützung von Handlungsansätzen und alternativen Konzepten für unterversorgte Gebiete,
  • Steuerung der Standortentwicklung des Einzelhandels über Bauleitplanung.
 
 

deli.cio.us Mister Wong

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