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Schwerpunkte der Ortsteilentwicklung |
Aus der Überlagerung der inhaltlichen und räumlichen Analyseergebnisse und Handlungsansätze der Fachkonzepte wurden ortsteilbezogen die jeweiligen teilräumlichen Handlungsbedarfe abgeleitet. Im Ergebnis dieser Überlagerungen – die auch die Überprüfung auf Konflikte und Synergien zwischen den einzelnen Fachkonzepten sowie eventuelle Wechselwirkungen mit benachbarten Ortsteilen zum Gegenstand hatten - wurden folgende grundsätzliche Strategien zur Ortsteilentwicklung herausgearbeitet und den Ortsteilen zugeordnet (Karte C1).
Entwicklung begleiten
In den meisten Leipziger Ortsteilen kann von einer selbsttragenden positiven Entwicklung ausgegangen werden. Einzelne punktuelle Handlungsbedarfe müssen in das fachbezogene Handeln der öffentlichen Hand einbezogen werden. Eine konzentrierte und fachübergreifende Strategie ist nicht erforderlich.
Integrierte Stadtteilentwicklung
In einigen Ortsteilen liegt eine Gemengelage aus städtebaulichen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemen vor, die sich gegenseitig im Sinne einer Abwärtsspirale verstärken können. Dieser Entwicklung muss mit einer alle Problemfelder, alle Potenziale und alle Akteure einbeziehenden integrierten Stadtteilentwicklung und gebündeltem Einsatz von Fördermitteln entgegen gewirkt werden.
Integrierte Magistralenentwicklung
Besondere Negativ-Impulse können sich ergeben, wenn entlang der verkehrsbelasteten Hauptstraßen die Wohn- und Einkaufsfunktion wegbricht und ein Prozess der stadträumlichen Auflösung eingeleitet wird. Damit werden nicht nur zentrale Quartiersbereiche in ihrer Funktion geschwächt, sondern auch die gesamtstädtische Wahrnehmung und Identifikation beeinträchtigt. Auch für diese Bereiche sind integrierte Handlungsansätze erforderlich, die insbesondere auf die Reduzierung der Umweltbelastungen bei gleichzeitiger Stärkung der Funktionen und der stadträumlichen Zusammenhänge zielen.
Räumlich punktuelle Intervention
In vielen Bereichen können – im Rahmen eines fachübergreifenden Handlungsansatzes – punktuelle Impulse ausreichen, um eine positive Quartiersentwicklung einzuleiten bzw. abzusichern. Dies gilt insbesondere als stützende Maßnahme für Bereiche, die an Gebiete angrenzen, in denen aufgrund des hohen Problemdrucks eine integrierte Stadtteilentwicklung erforderlich ist. |
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Download |
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Karte C 1: Strategien der Ortsteilentwicklung (PDF 2,6 MB)
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Gestaltung von Anpassungsprozessen
In einigen Ortsteilen Leipzigs wird aufgrund ihrer spezifischen Standort- und Quartierseigenschaften und der absehbaren weiter rückläufigen Einwohnerzahlen auch künftig der Bedarf bestehen, durch Rückbau und insbesondere sozial stabilisierende Maßnahmen den Schrumpfungsprozess zu gestalten. Kurz- bis mittelfristig stehen in einigen Ortsteilen das Management des Stadtumbauprozesses und soziale Stabilisierungsmaßnahmen im Vordergrund, mittel- bis langfristig gilt es, auch in anderen Ortsteilen Rückbauoptionen durch Verzicht auf Aufwertungsinvestitionen in ausgewählte Wohnungsbestände zu sichern.
Priorität der Anpassung der Infrastruktur an die demographischen Veränderungen
Da die demographischen Veränderungen sich entsprechend der differenzierten Profile der Ortsteile teilräumlich sehr unterschiedlich darstellen, wird es auch künftig zu deutlichen Unterschieden in der Auslastung von infrastrukturellen Angeboten kommen, die nur bedingt in benachbarten Ortsteilen ausgeglichen werden können. Dies macht in einigen Ortsteilen eine Anpassung der Infrastrukturen zur prioritären Aufgabe, die vor dem Hintergrund der jeweiligen demographischen Perspektiven (z.B. wachsende Zahl junger Menschen, Vorbereitung auf Generationenwechsel, zunehmender Altersdurchschnitt bei sinkenden Einwohnerzahlen) zu lösen ist. |
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