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Räumliche Schwerpunkte

Angesichts des großen Handlungsbedarfs und der begrenzten kommunalen Finanzmittel werden Schwerpunkträume eingegrenzt, in denen der gebündelte Einsatz von Ressourcen eine besondere Dringlichkeit aufweist und besonders erfolgversprechend erscheint.

Damit sollen Maßnahmen in anderen Räumen nicht ausgeschlossen werden, aber eine klare Priorität gesetzt werden für die Räume mit besonderem Entwicklungsbedarf entsprechend der strategischen Orientierung: Stärken stärken, Schwächen schwächen.

Die Ziele einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Stadtentwicklung machen es erforderlich, dass nicht nur besonders dringliche Problemlagen behoben werden (teilräumliche Wirkung), sondern auch, dass zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit der Stadt Leipzig Maßnahmen umgesetzt werden, die perspektivisch wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit der Stadt beitragen können (großräumige, strategische Wirkung).

Entsprechend diesen Kriterien werden folgende Schwerpunkträume der Stadtentwicklung mit besonderer Handlungspriorität festgelegt (Karte C 2):

Schwerpunkträume mit großräumiger strategischer Wirkung:

* Leipziger City und Umfeld als identitätsprägendes urbanes Zentrum und oberzentraler Handels-, Kultur-, und Wissenschaftsstandort mit besonderem Handlungsbedarf zur Unterstützung des Einzelhandels und von Nutzungsmischung, für die Entwicklung von kulturellen Institutionen und Veranstaltungen sowie zur Gestaltung des öffentlichem Raums.
* Nordraum mit seiner Bedeutung für die infrastrukturelle Entwicklung Leipzigs und die Ansiedlung flächenintensiver Gewerbe- und Industriebetriebe mit besonderem Handlungsbedarf in Bezug auf die Flächensicherung für Neuansiedlungen (Schwerpunkt Industrie und arbeitsplatzintensive Nutzung) sowie die Minimierung von Konflikten mit der Wohnnutzung und der Landschaftsgestaltung.
* Südosten, der durch den City-Tunnel, die Querung Semmelweisstraße, innenstadtnahe Flächenpotenziale sowie innovative Wirtschafts- und Forschungseinrichtungen neue Entwicklungsperspektiven aufweist, mit besonderem Handlungsbedarf zur weiteren Profilierung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes und zur Flächensicherung für Gewerbe- und Freiraumentwicklungen.

 
 
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Schwerpunkträume der Stadtentwicklung
Karte C 2: Schwerpunkträume der Stadtentwicklung (PDF 2,5 MB)
 
 
 
  • Gewässerverbund mit Auwald und Seenlandschaft als ein bedeutender Faktor für die Wohn- und Lebensqualität sowie den Tourismus in Leipzig und in der Region mit besonderem Handlungsbedarf zur Entwicklung der Vernetzung Südraum-Stadt, zur Konversion von Brachflächen im Bereich Stadthafen und Lindenauer Hafen, zur Entwicklung der Seen und ihrer Vernetzung im Gewässerverbund und zur Revitalisierung der Flussauenlandschaften von Elster, Pleiße und Luppe.


Die Entfaltung der im Nordraum und im Gewässerverbund gegebenen Potenziale greift weit über die Stadtgrenzen hinaus und muss in einer engen Kooperation mit den Nachbargemeinden erfolgen.

Schwerpunkträume mit teilräumlicher Wirkung

  • Die Altbauquartiere im „Leipziger Osten“ und „Leipziger Westen“, in denen eine Fortführung der integrierten Stadtteilentwicklung erforderlich ist. Dabei kann auf bisherige Erfolge und langjährig bewährte Strukturen der Beteiligung und Kooperation aufgebaut werden.
  • Die Großsiedlung Leipzig-Grünau, für die mit der Entwicklungsstrategie Grünau 2020 bereits ein differenziertes Herangehen im Kernbereich und im Stadtumbaugürtel beschlossen wurde. Dabei sind die breit angelegten Aktivitäten zur Beteiligung der Bewohner fortzuführen.
  • Die Georg-Schumann-Straße, die als längste Magistrale besondere Bedeutung hat und mit ihrem ressortübergreifenden Handlungsbedarf neuer integrierter Lösungsansätze bedarf.
  • Schönefeld (Altschönefeld und Schönefeld Ost), das mit Blick auf die demographische Entwicklung im Nordosten Leipzigs über gute Stabilisierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Alt- und Plattenbaugebieten verfügt. Ein integriertes Handlungskonzept muss die Maßnahmen konkretisieren.
 
 

deli.cio.us Mister Wong

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