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EditorialOstWest
 

Konzeptioneller Stadtteilplan Leipziger Osten (KSP LeO)

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Das Stadtplanungsamt hat im Frühjahr 2001 ein kooperatives Gutachterverfahren "Visionen für den Leipziger Osten" als Ideengeber und Vorstufe für die Erarbeitung des Konzeptionellen Stadtteilplans Leipziger Osten (KSP LeO) durchgeführt. Am 18.09.02 hat der Stadtrat der Stadt Leipzig den KSP LeO beschlossen. Er umfasst die Leipziger Stadtteile Zentrum-Ost, Neustadt-Neuschönefeld, Reudnitz, Volksmarsdorf, Sellerhausen-Stünz und Anger-Crottendorf und ist zugleich Fördergebiet des Bund-Länder-Programms "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt".
 
Trotz guter Sanierungserfolge gibt es im Leipziger Osten nur wenige Bereiche, die derzeit als stabil und konsolidiert angesehen werden können. Ganze Quartiere sind mit ihren bestehenden Baustrukturen nicht zukunftsfähig. Diesen Quartieren fehlen jetzt die Bewohner, die sich in den letzten Jahren längst für bessere Standorte und Wohnungen entschieden haben. Leerstandsquoten von über 50 % in Neustadt- Neuschönefeld und von über 40 % in Volkmarsdorf belegen die Dramatik der Entwicklung des letzten Jahrzehnts.

Die extrem hohen Leerstände des Leipziger Ostens und eine vermutlich weiter fortschreitende Konzentration der Wohnbevölkerung an den bereits jetzt bevorzugten Standorten im Osten bieten neben allen damit verbundenen Problemen die einmalige Chance eines nachhaltigen Stadtumbaus, mit dem die historisch entstandenen Defizite unzureichender Grünvernetzung und zu dichter Baustrukturen schrittweise abzubauen sind.

 
Lage des Planungsgebietes
 

Zur aktiven Wahrnehmung dieser Chance enthält der KSP eine an drei grundlegenden Leitbildern orientierte Strategie:

  • Zum einen gilt es, das Grundgerüst der gründerzeitlichen Stadt mit den urbanen Kernen in Funktion und Gestalt weitestgehend zu sichern,
  • zum anderen sollte das sich entwickelnde Rückbaupotential zumindest teilräumlich für die Umwandlung in nachhaltige Grünvernetzungen verfügbar gemacht werden.
  • Hinzu kommt schließlich das vorhandene und zu entwickelnde Potential des Grafischen Viertels als Entwicklungsmotor für den gesamten Ostraum. Daneben ist in der Fläche eine aktive Förderung der vorhandenen und entwicklungsfähigen Basis an kleinen und mittleren Unternehmen im Leipziger Osten anzustreben.

Im Zielpunkt steht die Vision, den Leipziger Osten mittel- bis langfristig zu einem Stadtgebiet mit preiswerten sowie guten Wohnstandortbedingungen und eigenen Identitäten zu entwickeln und damit wieder für die Nachfrage breiter Bevölkerungsschichten attraktiv zu machen.

Der bedeutendste Entwicklungsimpuls für den Stadtumbauprozess soll von der schrittweisen Umsetzung des Konzeptes "Grünes Rietzschkeband" ausgehen, das den Osten in zentraler Lage durchzieht und die Wohnquartiere in Neustadt, Volkmarsdorf und Neuschönefeld unmittelbar berührt.

Die Öffentlichkeit wurde bei der Erarbeitung des KSP Ost und wird in der Umsetzungsphase vielfältig am Planungsprozess und der Durchführung konkreter Projekte und Maßnahmen beteiligt: Am Gutachterverfahren in Vorbereitung auf die Erarbeitung des KSP LeO hat ein Bürgerteam aktiv teilgenommen. Zudem wurde mit dem Forum Leipziger Osten, seinen Arbeitsgruppen, dem regelmäßig besetzten Informationszentrum Eisenbahnstraße, dem Stadtteil- und Quartiersmanagement und dem im Programmgebiet Soziale Stadt verteilten Stadtteilmagazin Leipziger Osten bereits ein breites Angebot an Informations- und Mitwirkungsangeboten für die Stadtteilbewohner realisiert. Diese bestehende Infrastruktur soll für den Stadtumbauprozess und die dort anstehenden Entscheidungen intensiv genutzt werden.
 

 
 

deli.cio.us Mister Wong

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