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Grundaussagen zum Stadtentwicklungsplan |
1. Situation
Leipzig hat in den letzten Jahren eine umfassende Aufwertung, Ausweitung und Differenzierung des Wohnungsangebots erfahren. Für Mieter und Käufer stellt sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt als äußerst attraktiv dar, da sie durch niedrige Preise und vielfältige Wahlmöglichkeiten gekennzeichnet ist.
Die Kehrseite der Ausweitung des Wohnungsangebotes bei rückläufigen Bevölkerungszahlen - verursacht durch Abwanderung in die alten Bundesländer, Suburbanisierung (>>>) und Geburtendefizit - zeigt sich jedoch in den erheblichen Überkapazitäten und Leerständen sowie dem verstärkten Wettbewerb um Mieter und Käufer. Aufgrund des Wettbewerbsdrucks ist inzwischen ein Preisniveau erreicht, das eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wohngebäude in Frage stellt. Zusätzlich bestehen in der Wohnungsmarktregion aufgrund der umfassenden Ausweisung von Wohnbauflächen umfangreiche bauleitplanerisch vorbereitete Potentiale, die zu großen Teilen nur geringe stätebaulich - funktionale Qualitäten aufweisen.
Die Qualität der Quartiere hat sich im Zusammenwirken von privaten und öffentlichen Investitionen deutlich verbessert. Jedoch stellt sich die Wohnungsmarktsituation in den einzelnen Stadtteilen unterschiedlich dar. Zunehmend verschärft sich die Konkurrenz zwischen den Angebotssegmenten sowie zwischen verschiedenen Standorten innerhalb eines Segments. Dadurch entsteht die Gefahr einer sozialen Entmischung, verbunden mit dem Absinken ganzer Quartiere. Dies führt insbesondere im gründerzeitlichen Bestand zu einer Auflösung der städtebaulich - funktionalen Zusammenhänge, mit erheblichen negativen Folgewirkungen auf die Innen- und Außenwirkung der Stadt Leipzig. |
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