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Teil-Fortschreibung 2006 |
Neben gründerzeitlichen Gebieten und den Großsiedlungen des industriellen Wohnungsbaus gibt es ein drittes Wohnungsmarktsegment in Leipzig von stadtstruktureller Bedeutung: die zwischen 1900 und 1960 entstandenen Wohnanlagen. Diese Wohnanlagen zeichnen sich durch eine geschlossene städtebauliche Struktur in einheitlichen Baustil und gemeinschaftlich nutzbare Freiräume aus. Während in Gründerzeit und Plattenbau bereits Veränderungsprozesse in Gang gesetzt wurden, stagnierte die Entwicklung in den Wohnanlagen. Obwohl bereits 26.000 Wohneinheiten in Wohnanlagen seit 1990 modernisiert worden sind, gestaltet sich die Sanierung der verbleibenden 10.000 Wohneinheiten schwierig. Aus diesem Grund wurde der Stadtentwicklungsplan Stadterneuerung und Wohnungsbau, Teilplan Stadterneuerung, im Februar 2006 fortgeschrieben.
Ziele und Strategie
Die Fortschreibung diente der Ausdifferenzierung und Aktualisierung der Aussagen in Bezug auf einige Wohnanlagen. Mit diesem Schritt wurden die Weichen für Modernisierungs-, Umbau- und Rückbaumaßnahmen gestellt, um den hohen Leerstand von 24% in diesem Wohnungsmarktsegment zu verringern. Durchgängige Strategie ist die Sicherung von erhaltenswerten unsanierten Beständen in zentraler Lage. Im Gegenzug sollen einige Wohnanlagen in Stadtteilrandlage – zumeist ohne Denkmalschutz – zurückgebaut werden. Diese Bestände stehen oft schon seit Jahren leer und weisen Nutzungskonflikte sowie Defizite in Lage und infrastruktureller Versorgung auf. Im Zuge der Fortschreibung wurden einige blockbezogene Aussagen für die vier Ortsteile Eutritzsch, Mockau, Marienbrunn-Lößnig und Neulindenau verändert ( Zielplan). Dadurch wird ein zielgerichteter Einsatz von Fördermitteln für Sicherungs- und Abbruchmaßnahmen gewährleistet. |
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