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Ausgangslage |
Die Stadt Leipzig nimmt als Oberzentrum eine Motorenrolle für die Region ein. Als Bildungs-, Dienstleistungs-, Kultur-, Gesundheits-, Sozial- und Verwaltungszentrum besitzt Leipzig eine weit über das Stadtgebiet hinaus wirkende Funktion. Eine der Grundvoraussetzungen dafür ist ein Verkehrsnetz, das sowohl attraktive Verbindungen mit dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus auch schnelle und effektive Verknüpfungen im engeren Wirtschaftsraum und innerhalb der Stadt selbst gewährleistet.
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Fernstraßen |
Leipzig ist durch die Autobahnen A 9 (Berlin - Leipzig - Nürnberg) und A 14 (Magdeburg - Leipzig - Dresden) an zentraler Stelle in das Netz der Bundesautobahnen eingebunden. Die A 14 ist bis zur Anschlussstelle Leipzig - Messe bereits auf sechs Fahrstreifen ausgebaut, der entsprechende Ausbau der A 9 im Leipziger Raum wurde bis 2005 abgeschlossen. Im Südwesten erreicht die neue Autobahn A 38 (Leipzig - Göttingen) das Stadtgebiet bei Knautnaundorf; mit ihrer Verlängerung bis zur A 14 bei Kleinpösna wird bis August 2006 der äußere Autobahnring um Leipzig geschlossen und ein Großteil des Durchgangsverkehrs in Ost-West-Richtung auf die neue Verbindung verlagert. Im Zusammenhang damit ist ein weiterer Ausbau der A 14 bis zur A 38 (Autobahndreieck Parthenaue) auf sechs Fahrstreifen vorgesehen. |
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Straßenhauptnetz |
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Das zukünftige Straßenhauptnetz besteht aus dem äußeren Autobahndreieck, dem schrittweise zu entwickelnden Mittleren Ring, einem inneren Tangentenviereck mit unterschiedlichen Ausbaustandards sowie Verbindungsstraßen zwischen diesen Ringen. Der Promenadenring wird zur Hauptsammelstraße für den zentralen Bereich der Stadt.
Der Plan zeigt die angestrebte Ringstruktur der großräumigen, überregionalen und regionalen Verbindungen. Die Bundesstraßen sollen künftig über den Mittleren Ring verknüpft werden; lediglich die B 2 wird über den östlichen Teil des Tangentenvierecks geführt. Die durch den Straßenaus- und -neubau gewonnenen Gestaltungsspielräume in den vom Verkehr entlasteten Straßen werden zur Erhöhung der Attraktivität in diesen Straßenzügen genutzt. |
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Bisherige Maßnahmen |
Als Antwort auf die spezifischen Probleme des Leipziger Straßennetzes formulierten die 1992 beschlossenen Verkehrspolitischen Leitlinien das Ziel seiner Ergänzung durch ein Ring- und Tangentensystem sowie durch den Bau einiger neuer Zubringerstraßen zur Entlastung von Stadtteilzentren, Wohngebieten und Straßenbahntrassen.
Nachdem sich der Straßenbau in der ersten Hälfte der 90er Jahre auf die Erschließung neuer Baugebiete konzentrierte (u.a. Neue Messe mit Neubau der Bundesstraße B 2; Gewerbegebiet Nordost mit Teilstück des Mittleren Ringes), hat das seit 1995 regelmäßig fortgeschriebene "Mittelfristige Straßen- und Brückenbauprogramm" seinen Schwerpunkt in der Umsetzung des Ring- und Tangentensystems. Im Rahmen dieses Programms erfolgte bis 2002 der Ausbau der Osttangente, mit den erneuerten Abschnitten der Rackwitzer und der Prager Straße der zugleich den Verkehr der Bundesstraße 2 aufnimmt und somit nicht mehr den Promenadenring belastet. Im Westen schließt die neue Straße "Am Sportforum" eine Lücke im Tangentenviereck.
Wichtige Maßnahmen auf den Radialstraßen im Osten der Stadt waren der Ausbau der Torgauer Straße (B 87), sowie der Ausbau bzw. Neubau der Permoserstraße. Im Nordwesten wird die Bundesstraße 6 in neuer Trassenlage entlang der Bahnstrecke nach Halle geführt. Die Staatsstraße 46 stellt eine neue Verbindung der südwestlichen Stadtgebiete mit dem Autobahnnetz (A 38) her. |
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