Stadt Leipzig Druckbild
 

Ausgangslage

Die Stadt Leipzig nimmt als Oberzentrum eine Motorenrolle für die Region ein. Als Bildungs-, Dienstleistungs-, Kultur-, Gesundheits-, Sozial- und Verwaltungszentrum besitzt Leipzig eine weit über das Stadtgebiet hinaus wirkende Funktion. Eine der Grundvoraussetzungen dafür ist ein Verkehrsnetz, das sowohl attraktive Verbindungen mit dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus auch schnelle und effektive Verknüpfungen im engeren Wirtschaftsraum und innerhalb der Stadt selbst gewährleistet,

 

Fernstraßen

Leipzig ist durch die Autobahnen A 9 (Berlin - Leipzig - Nürnberg), A 14 (Magdeburg - Leipzig - Dresden) und A 38 (Göttingen – Leipzig) an zentraler Stelle in das Netz der Bundesautobahnen eingebunden. Mit der Fertigstellung der A 38 im Jahre 2006 konnte der Autobahnring um Leipzig geschlossen werden. Seitdem kann noch deutlich mehr Durchgangsverkehr auf die Autobahnen verlagert werden. Der sechsstreifige Ausbau der A 9 im Leipziger Raum wurde 2005 abgeschlossen, an der A 14 ist zwischen Leipzig-Ost und Messegelände der letzte Abschnitt des sechsstreifigen Ausbaus in Arbeit. Wesentlich für die Anbindung Leipzigs in Richtung Südwestsachsen ist der Neubau der A 72 der zügig voranschreitet.

 

Straßenhauptnetz

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Strassenhauptnetz 2015
Straßenhauptnetz der Stadt Leipzig 2015

Das Straßenhauptnetz besteht aus dem äußeren Autobahndreieck, dem schrittweise zu entwickelnden Mittleren Ring, einem inneren Tangentenviereck mit unterschiedlichen Ausbaustandards sowie Verbindungsstraßen zwischen diesen Ringen. Der Promenadenring wird zur Hauptsammelstraße für den zentralen Bereich der Stadt. Der Plan zeigt die angestrebte Ringstruktur der großräumigen, überregionalen und regionalen Verbindungen. Die Bundesstraßen sollen künftig über den Mittleren Ring verknüpft werden; lediglich die B 2 wird über den östlichen Teil des Tangentenvierecks geführt. Die durch den Straßenaus- und -neubau gewonnenen Gestaltungsspielräume in den vom Verkehr entlasteten Straßen werden zur Erhöhung der Attraktivität in diesen Straßenzügen genutzt.

 

Bisherige Maßnahmen

Als Antwort auf die spezifischen Probleme des Leipziger Straßennetzes formulierten die 1992 beschlossenen Verkehrspolitischen Leitlinien das Ziel seiner Ergänzung durch ein Ring- und Tangentensystem sowie durch den Bau einiger neuer Zubringerstraßen zur Entlastung von Stadtteilzentren, Wohngebieten und Straßenbahntrassen.Nachdem sich der Straßenbau in der ersten Hälfte der 90er Jahre auf die Erschließung neuer Baugebiete konzentrierte (u.a. Neue Messe mit Neubau der Bundesstraße B 2; Gewerbegebiet Nordost mit Teilstück des Mittleren Ringes), hat das seit 1995 regelmäßig fortgeschriebene "Mittelfristige Straßen- und Brückenbauprogramm" seinen Schwerpunkt in der Umsetzung des Ring- und Tangentensystems.

Im Rahmen dieses Programms erfolgte bis 2002 der Ausbau der Osttangente, mit den erneuerten Abschnitten der Rackwitzer und der Prager Straße. Die Osttangente nimmt den Verkehr der Bundesstraße 2 auf und entlastet damit den Promenadenring. Im Westen schließt die neue Straße "Am Sportforum" eine Lücke im Tangentenviereck. Wichtige Maßnahmen auf den Radialstraßen im Osten der Stadt waren der Ausbau der Torgauer Straße (B 87), sowie der Ausbau bzw. Neubau der Permoserstraße. Die Staatsstraße 46 stellt eine neue Verbindung der südwestlichen Stadtgebiete mit dem Autobahnnetz (A 38) her. In den letzten Jahren stellte der Neubau der Bundesstraße 6 entlang der Bahnstrecke nach Halle den Schwerpunkt des Straßen- und Brückenbauprogramms dar.