|
Expertentreffen „Energie-Metropole Leipzig“ mit hoher Resonanz |
|
(28.11.2007)
Das von der kommunalen Wirtschaftsförderung organisierte Expertentreffen „Energie-Metropole Leipzig“ fand am 26.11.2007 erfolgreich im Sitzungssaal des Neuen Rathauses statt. Mit rund 200 Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Forschung wurden die Teilnehmererwartungen der Veranstalter übertroffen.
Bürgermeister Uwe Albrecht: „Die Region Leipzig ist Energiestandort Nr. 1. in den neuen Ländern. Dies hat sich auch auf dem gestrigen Expertentreffen in den Fachvorträgen der Referenten widergespiegelt. Es zeigt, dass am Standort Leipzig ein hohes Potential auf dem Feld der Energiewirtschaft und Forschung besteht. Die besondere Förderung des Clusters Energie- und Umwelt hat sich als richtige Weichenstellung erwiesen. Besonders freue ich mich über die gute Resonanz auf unsere Einladung zum heutigen Forum und über die hohe Qualität und Vielschichtigkeit der Vorträge. Die mitunter kontrovers diskutierten energiepolitischen Themen zeugen von der Aktualität und Notwendigkeit der Diskussion in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Standort Leipzig wird in der zukünftigen Debatte, nicht zuletzt als Sitz des Deutschen Biomasseforschungszentrums, weiter an Gewicht gewinnen".
Dr. Günther Jikeli, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bescheinigte den neuen Ländern ein hohes Potential bei den nachwachsenden Rohstoffen. Angesichts steigender Energiepreise sei es eine besondere Herausforderung, die Energieeffizienz zu erhöhen. Der Bioenergie komme bei den erneuerbaren Energien mit 70 Prozent der höchste Anteil zu.
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum, dessen Aufbaustab unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt bereits mit der Arbeit begonnen hat, wird zum Zentrum eines anwendungsorientierten Forschungsnetzes werden. Prof. Kaltschmitt äußerte, dass der Wissenschaftsstandort an der Torgauer Straße mit der Etablierung des Biomasseforschungszentrums ausgebaut wird und 60 bis 80 hochqualifizierte Arbeitskräfte hier forschen werden. Ziel sei es u.a., dass sich in der Folge weitere Unternehmen aus dem Bioenergiebereich am Standort ansiedeln werden.
"Die Europäische Union ist mit 490 Millionen Verbrauchern nach den USA der zweitgrößte Energiemarkt", so die Europaabgeordnete Gisela Kallenbach. Ziel sei es, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent des Energiebedarfs durch neue Energien abzudecken. Hierbei komme es vor allem auf den richtigen Energiemix an.
Den Abschluss des Veranstaltungstages bildete eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Energiemetropole Leipzig – Chancen für innovative Unternehmen“.
Deutschland verfügt bereits jetzt über umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Energie- und Umweltforschung. Leipzig kann als Forschungszentrum eine wichtige Rolle bei der Koordinierung einnehmen und Export-Drehscheibe des weltweit immer stärker nachgefragten Know-hows wie auch von entsprechenden Dienstleistungen und Produkten werden.
In Leipzig sind alle Bereiche der Energiewirtschaft vom Energiehandel, Unternehmen der erneuerbaren Energien, Institute und Forschungseinrichtungen ansässig. Mit der Entscheidung der Bundesregierung für den Standort Leipzig als zukünftigen Sitz des Deutschen Biomasseforschungszentrums ergeben sich hervorragende Wachstumschancen für Stadt und Region. Hiervon werden wichtige Impulse für den Mittelstand ausgehen und die in Leipzig vorhandenen Kompetenzen weiter vernetzt.
|