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Medien der Zukunft: bunter, schärfer, altersgerechter
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(06.01.2012)
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Start eines Forschungsprojekts zur generationenübergreifenden Mediennutzung an der HTWK Leipzig
An der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) startet am 6. Januar 2012 das Forschungsprojekt "Barrierefreie Medien – Generationenübergreifende Nutzungskonzepte (GeNuMedia)". Darin beschäftigen sich acht Nachwuchswissenschaftler um Professor Dr. rer. nat. habil. Holger Zellmer (HTWK Leipzig) mit Fragen der Ergonomie und Nutzbarkeit von verschiedenen Medien, die sowohl ältere als auch jüngere Zielgruppen ansprechen – von der Nudelverpackung bis zur Internetseite, vom Museum bis zur Bibliothek. Die Forschergruppe kooperiert dabei mit der Universität Leipzig (Dr. Anja Hartung, Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung) und mehreren sächsischen Unternehmen.
Forschungsprojekt "GeNuMedia"
Senioren sind keine von der übrigen Bevölkerung abzugrenzende Gruppe, sondern Teil der Gesellschaft. Sie haben jedoch besondere Interessen und – individuell verschieden stark ausgeprägt – bestimmte Beeinträchtigungen. Senioren stellen außerdem eine wachsende und zahlungskräftige Kundschaft dar. Daher müssen Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen Angebote schaffen, die sowohl für Senioren als auch für alle anderen Nutzer interessant sind. Das reicht von der Verpackung bis zum Internetshop, denn Senioren nutzen selten typisch "seniorengerechte" Medienangebote. Stattdessen nutzen auch sie zunehmend Digitalkamera, Internet und iPad. Die interdisziplinäre Forschergruppe des Forschungsprojekts "GeNuMedia" an der HTWK Leipzig beschäftigt sich damit, altersabhängige Mediennutzungen in verschiedenen Umgebungen zu erforschen, gute Beispiele für generationenübergreifende Medienkonzepte aufzuzeigen sowie diese selbst zu entwickeln. Dabei belegen die unterschiedlichen Fragestellungen die Vielfalt des Themas: Wie kann beispielsweise ein Museum für Hörgeschädigte verständlich und gleichzeitig für Schulklassen interessant sein? Wie muss Schrift gestaltet sein, damit Sehgeschädigte sie lesen können, ohne dass sie für Jüngere "langweilig" wird? Was muss bei Verpackungen beachtet werden, damit sie mit gefühllosen Händen geöffnet werden können? Wie kann eine Verpackung attraktiv aussehen und gleichzeitig gut lesbare Informationen über den Inhalt geben? Wie können Hörgeräte verbessert werden, so dass sie aus einer Vielzahl von (Stör-)Geräuschen die Stimme des Gesprächspartners hervorheben? Und wie kann man "Alter" simulieren, um die Beeinträchtigungen des Alters für Designer und Hersteller von Verpackungen und Medienangeboten erfahrbar zu machen?
Die beteiligten Wissenschaftler forschen somit an Fragen, die sehr bald aktuell sein werden. Damit erwerben sie Erfahrungen sowie Wissen und werden dadurch für die hiesige Wirtschaft zu wichtigen Fachkräften. Zudem streben die Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des Projektes ihre Promotion an.
Das Forschungsprojekt läuft von 2012 bis 2014 und wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) über den Projektträger Sächsische Aufbaubank (SAB) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.
(Quelle: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig)
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