Stadt Leipzig Wappen StadtplanPresseKontakt Deutsch English Français Español Polski
Leipzig
Bürger
Wirtschaft
Tourismus
 Home > Wirtschaft > Wirtschaftsstandort > Leipzig International > Besucherprogramme
spacer
 

Besucherprogramme

Trotz der vielfältigen aktuellen Herausforderungen, denen sich die Stadt Leipzig gegenüber sieht, stellt sie sich auch ihrer Vergangenheit. Diese ist keineswegs nur glanzvoll, sondern war auch mit Leid für viele Menschen verbunden. Das gilt insbesondere für die Jahre 1933-1945, in der unzählige jüdische Bürger und später dann auch tausendfach eingesetzte Zwangsarbeiter in Leipzig leidvolle Erfahrungen machen mussten.

Die jüdische Gemeinde Leipzigs, die vor mehr als 150 Jahre gegründet wurde, war in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die sechstgrößte Gemeinde in Deutschland. Bedeutende Wissenschaftler, Künstler und Unternehmer gehörten ihr an und bereicherten durch ihr soziales und kulturelles Engagement das gesellschaftliche Leben Leipzigs. Infolge der antisemitischen und rassistischen Politik der Nationalsozialisten wurde die Gemeinde durch Flucht ins Exil oder Tod in den Konzentrationslagern fast ausgelöscht.

Der Einsatz von Zwangsarbeitern war insbesondere während des 2. Weltkriegs im Deutschen Reich eine gängige Praxis zur Sicherung der Produktion von Waffen und Munition aber auch zur Aufrechterhaltung des alltäglichen Lebens. In Leipzig als einer der größten Städte und wichtigsten Industriezentren des Reiches waren zeitweise fast 100 000 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge eingesetzt. Im Gegensatz zu der Verfolgung und Vernichtung der Juden wurde dieses Thema in Deutschland aber erst mit der Wiedervereinigung und der darauf folgenden Überwindung der Spaltung Europas ernsthaft aufgegriffen, da die meisten Betroffenen aus Mittel- und Osteuropa kamen.

Auch die Stadt Leipzig ist sich ihrer historischen Verantwortung bewusst und möchte durch die Einladung der noch lebenden ehemaligen Bürger jüdischer Herkunft bzw. der noch lebenden ehemaligen Zwangsarbeiter ihren Beitrag zur Versöhnung und gegen das Vergessen leisten. Man ist sich darüber im Klaren, dass dies nur eine symbolische Geste sein kann - eine angemessene Entschädigung für das erfahrene Leid ist nicht möglich.

 
 
spacer spacer spacer
Gedenkstätte am Ort der großen Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße
 
 
 

deli.cio.us Mister Wong

spacer spacer
RSS-Feed Twitter