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Besuchsprogramm für ehemalige Zwangsarbeiter

Mit einer vom 17.5.2000 datierten Resolution des Stadtrates wurde ein Programm "Ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Leipzig" aufgestellt, das dazu dienen soll, das diesen Menschen zugefügte Leid anzuerkennen und gebührend zu würdigen. Darüber hinaus soll es aber auch die heutige Einstellung der deutschen Bevölkerung zu diesem Kapitel ihrer Vergangenheit verdeutlichen, Misstrauen und Vorbehalte abbauen und damit zur Versöhnung beitragen.

Das Besuchsprogramm für ehemalige Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs in Leipzig eingesetzt waren, beinhaltet zwei Schwerpunkte:

 
Wissenschaftliche Aufarbeitung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema "Zwangsarbeit in Leipzig"

Verantwortlich hierfür zeichnet das Stadtarchiv Leipzig. Wesentliche Schritte wurden bereits realisiert. Im Ergebnis seiner Forschungsarbeit zeigte das Stadtarchiv Resultate in einer Jahresausstellung "Dem Ostarbeiter und Polen zuallerletzt". Parallel dazu erschien ein Sonderband des vom Stadtarchiv herausgegebenen "Leipziger Kalender", der den Titel "Fremd- und Zwangsarbeit im Raum Leipzig 1939-1945, Archivalisches Spezialinventar und historische Einblicke" trägt.

Besuchsprogramm - Einladung von jeweils 10 Personen mit einer Begleitperson nach Leipzig

Im Dezember 2001 hat eine erste Gruppe ehemals in Leipzig eingesetzter Zwangsarbeiter die Stadt besucht, darunter eine Frau, die das Schicksal eines KZ-Häftlings durchlitten hat. Der Zeitpunkt wurde bewusst gewählt, da am 12. Dezember 2001 auf dem Gelände eines der größten Leipziger Rüstungsbetriebe, der "Hugo Schneider AG (HASAG)" die erste deutsche Gedenkstätte für ehemalige Zwangsarbeiter eingeweiht wurde. Das Programm in der Besuchszeit vom 08. bis 14. Dezember 2001 umfasste eine Stadtrundfahrt, eine Fahrt ins Umland, Besichtigungen des Zoo, der Zentrale des Mitteldeutschen Rundfunks und des Stadtarchivs, den Besuch des Gewandhauses, Diskussionen mit Schülern und die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Leipzig. Unbestritten war die Einweihung der Gedenkstätte und der Besuch des ehemaligen Einsatzortes der emotional berührendste Punkt des Programms. Die Gäste der Stadt kehrten an Orte bedrückender Erinnerungen zurück, an denen sie aber auch einen Teil ihrer Jugend verbracht hatten. Für alle Beteiligten gestaltete sich dieses Programm zu ergreifenden Geschichtsstunden.

 
  • Erster Besuch 2001: Dezember 2001, Teilnehmer aus Russland, Ukraine, Slowenien, Polen, Deutschland
  • 2. Besuch: 07.09. - 13.09.2002
  • 3. Besuch: 30.08. - 05.09.2003
  • 4. Besuch: 28.08. - 03.09.2004 mit Teilnehmern aus Polen, Slowenien und der Ukraine
  • 5. Besuch: 28.08. - 02.09.2005 mit Teilnehmern aus Tschechien und der Ukraine
  • 6. Besuch: 14. – 21.11.2006 mit Teilnehmern aus Russland, Polen, Slowenien
  • 7. Besuch: 06. – 13. 11.2007 mit Teilnehmern aus der Ukraine
  • 8. Besuch: 11. – 17. 11.2008 mit Teilnehmern aus Slowenien
  • 9. Besuch: 30.11. – 03.12.2009 mit zwei Teilnehmern aus Polen und Deutschland
  • 10. Besuch: 07. – 09.05.2011 mit einem Teilnehmer aus Frankreich
 
 
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Ehemalige Zwangsarbeiter werden vom Leipziger Oberbürgermeister empfangen

Ehemalige Zwangsarbeiter werden vom Leipziger Oberbürgermeister empfangen


Kontakt

Stadt Leipzig
Referat Internationale Zusammenarbeit
Dr. Gabriele Goldfuß
Tel: 0341 123-2066
E-Mail: international@leipzig.de

 
 
 

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