|
|
 |
| |
Central MeetBike (CMB) - EU-Projekt zur Förderung nachhaltiger Verkehrsarten |
Leipzig beteiligt sich gemeinsam mit Dresden sowie Gdansk und Tczew (Republik Polen), Zilina und Presov (Slowakische Republik), Uherske Hradiste und Pardubice (Tschechische Republik) am EU-Projekt „Central MeetBike“ zur nachhaltigen Verkehrsentwicklung in europäischen Städten durch Förderung des Radverkehrs.
Das Projekt
Das Projekt wird aus dem Central Europe Förderprogramm des Europäischen Union Regional Development Fund cofinanziert. Zusätzlich sind als wissenschaftliche Partner die TU Dresden, das Forschungsinstitut für Verkehrswesen in Zilina (Slovakische Republik) und die Pommersche Vereinigung Gemeinsames Europa (PSWE) (Polen) an dem Projekt beteiligt. Geleitet wird das Projekt durch den tschechischen Partner der CDV (Centrum dopravnÃho výzkumu = Czech Transport Research Centre (Tschechisches Forschungszentrum für Verkehr)) aus der Leipziger Partnerstadt Brno (Brünn).
Central MeetBike richtet sich vor allem an die im Wandel begriffenen Städte in Osteuropa. Vor dem Hintergrund vergleichbarer Ausgangsvoraussetzungen mit ostdeutschen Städten sollen gemeinsame Ansätze für eine moderne und stadtverträgliche Verkehrsplanung entwickelt werden. Ziel ist es, Mobilität von Anfang an nachhaltig zu gestalten. Gerade innerstädtisch ist Fahrradfahren die ideale Fortbewegungsart für z.B. Strecken unter 5 km Länge. Die Fortbewegung zu Fuß und per Rad dient besonders bei kurzen Strecken einer Reduzierung der Schadstoffkonzentration innerhalb der Wohnquartiere und trägt aktiv zur Verbesserung der Lebensqualität der Stadtbewohner bei.
Projektziele
Im Rahmen der Förderung von nachhaltigen Verkehrsarten bemühen sich derzeit besonders die Länder Osteuropas, aus den verkehrsplanerischen Entwicklungen in west- und mitteleuropäischen Großstädten und Metropolregionen Rückschlüsse für ihre Entwicklung zu ziehen. Diese Städte kämpfen mit aufwendigen und zum Teil sehr restriktiven Maßnahmen gegen Abgase und Feinstaub und den Verkehrskollaps. Sie befinden sich in einem langwierigem Wandlungsprozess, welcher Zeit und vor allem auch Geld bedarf.
Mithilfe gewonnener Erfahrungen der west- und mitteleuropäischen Städte, wobei vor allem Letztere nach der politischen Wende einen rasanten Verkehrswandel erlebt haben und vor Problemen in der Verkehrsbewältigung stehen, wollen sich die Projektpartner von Central MeetBike in der Verkehrsentwicklung von Anfang an den Potentialen nachhaltiger Verkehrsarten widmen.
Besonderes Augenmerk wird nicht nur auf die Planung und Gestaltung der Radverkehrsanlagen gelegt, sondern vielmehr auch auf die Akzeptanz und Verkehrssicherheit der Radfahrer im täglichen Alltagsverkehr
Projektinhalt
Um den Radverkehr in Leipzig zu stärken, ist eine kontinuierliche Informations- und Öffentlichkeitsarbeit von enormer Bedeutung. Die Idee, das Fahrrad für den Alltagsverkehr zu nutzen, ist dabei keineswegs neu. Seit Beginn der 1990er Jahre konnte der Radverkehrsanteils am Modal Split (dem prozentualen Anteil der einzelnen Verkehrsträger am Gesamtverkehr) fast verdreifacht werden(von 5,2 % 1987 auf 14, 4 % 2008). Die Gründe dafür sind vielfältig. Radfahren leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit, bietet in hohem Maße Flexibilität und ist nicht zuletzt aufgrund stetig steigender Mobilitätskosten eine attraktive Alternative zum Kfz. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, ist es notwendig attraktive und vor allem verkehrssichere Radverkehrsanlagen anzubieten. Im Rahmen von Central MeetBike sollen besonders zwei Säulen der Radverkehrsförderung angesprochen werden:
- kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Radverkehr und Verkehrssicherheit mit Bürgern, Entscheidungsträgern und Planungsbeteiligten
- Umsetzung von Kleinmaßnahmen im Sinne integrierter Verkehrsplanung und Internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch im Rahmen des Central-MeetBike-Konsortiums
Laufzeit
Die Projektlaufzeit ist vom März 2011 bis Februar 2014.
|
| |
| |
|
 |
 |
 |
 |
|
Kontakt: Verkehrs- und Tiefbauamt Stadt Leipzig
Radverkehrsbeauftragter Jan Rickmeyer Tel: 0341 123-3410
|
| |
| |
|
|
 |
 |
|