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Leipzig, Israel und Herzliya: |
Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen |
Das jüdische Leben in und um Leipzig, die Erinnerung an die jüdische Geschichte und das Miteinander von jüdischen und nichtjüdischen Leipzigern sowie die Beziehungen zwischen Leipzig und Israel werden heute in aktivem Maße von einer breiten Bürgerschaft und den unterschiedlichsten Institutionen in Leipzig getragen.
Durch öffentliche Veranstaltungen wie die Jüdische Woche in Leipzig, Israelschwerpunkte auf der Buchmesse, der alljährliche Israeltag im Ariowitsch-Haus oder die zahlreichen städtischen Gedenkveranstaltungen wurde eine breite Öffentlichkeit für das jüdische Leben in Leipzig gestern und heute sowie die wachsenden Verbindungen nach Israel sensibilisiert und zur aktiven Mitgestaltung motiviert. Eine Vielzahl von Vereinen, Einzelinitiativen und Aktivitäten belegen dieses wachsende Interesse.
Daraus entstand unter anderem auch die Kooperation zwischen Leipzig und Herzliya. Seit 2011 ist die israelische Hafenstadt die 14. Partnerstadt Leipzigs. Die Stadt Herzliya und die Kooperation mit Leipzig werden auf einer gesonderten Seite beschrieben:
Diese Seite gibt einen Überblick zu vergangenen und kommenden Projekten zwischen Leipzig und Israel:
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Jüdische Woche 2013 |
Mit der „10. Jüdischen Woche“ wird sieben Tage lang die jüdische Kultur der Vergangenheit und Gegenwart der Leipziger Bevölkerung und den Gästen nahe gebracht. Viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen beteiligen sich an dem vielfältigen Programm.
Unter dem Motto „Schalom“ findet die jüdische Woche bereits seit 1995 statt. Mit ihrem zweijährigen Turnus setzt die Veranstaltung immer wieder wichtige Akzente und interessiert eine breite Öffentlichkeit für jüdische Musik, Tanz oder Literatur – um nur einige Genres zu nennen.
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Besuchsprogramme |
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands begann auch die Stadt Leipzig im Jahre 1992, ehemalige Leipziger jüdischer Herkunft in deren Geburtsstadt einzuladen. Im November 1992 kam eine erste kleine Gruppe (zehn Personen mit jeweils einer Begleitperson) aus Israel, wo seit 1953 ein "Verband ehemaliger Leipziger in Israel" existiert. In den Folgejahren erhielt die Stadt Leipzig mehrere hundert Anfragen ehemaliger Leipziger mit der Bitte um Einladung in die Geburtsstadt. Von 1992 an wurden kontinuierlich einmal jährlich - ab 1996 zweimal jährlich in Anbetracht des hohen Alters der Gäste - Besuchergruppen ehemaliger Leipziger eingeladen.
Angesichts der wachsenden Beziehungen zu Herzliya und des hohen Alters der Eingeladenen sowie dem starken Interesse derer Nachfahren und Angehörige in zweiter und dritter Generation wurde das Besuchsprogramm in 2009 angepasst. Der Leipziger Stadtrat beschloss die Ausdehnung des Besuchsprogramms auf die Folgegenerationen sowie die starke Förderung der Jugendarbeit mit Herzliya. Bereits zwei Jahre später wurde die offizielle Städtepartnerschaftsurkunde von den Oberbürgermeistern beider Städte unterzeichnet. Bis Ende 2012 sind mehr als 2.000 ehemalige Leipziger und deren Nachfahren der Einladung aus Leipzig gefolgt.
Mit einer vom 17.5.2000 datierten Resolution des Stadtrates wurde ein Programm "Ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Leipzig" aufgestellt, welches dazu dienen soll, das diesen Menschen zugefügte Leid anzuerkennen und gebührend zu würdigen. Darüber hinaus soll es aber auch die heutige Einstellung der deutschen Bevölkerung zu diesem Kapitel ihrer Vergangenheit verdeutlichen, Misstrauen und Vorbehalte abbauen und damit zur Versöhnung beitragen. Das Programm findet aufgrund des hohen Alters und der erfolgreichen und vollständigen Einladung aller Personen, welche aktenkundig sind und deren Aufenthaltsort ermittelt werden konnte, letztmalig im Jahr 2010 statt. Die Stadt Leipzig konnte mit diesem Programm vielen Gästen, insbesondere aus Israel, der Ukraine oder Polen, einen Aufenthalt in Leipzig nach den schrecklichen Erlebnissen ermöglichen.
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Jugendarbeit / Schüleraustausch |
Schulpartnerschaften
Das Leipziger Anton – Philipp – Reclam – Gymnasium entsendete im Jahr 2008 eine Lehrerin für die Delegationsreise des Oberbürgermeisters nach Israel. Im Nachgang dazu wurde die Schulpartnerschaft mit der Rishonim High School Herzliya durch die Lehrerkonferenz beschlossen. Ein erstes Kennenlernen Schüler fand im April 2010 in Leipzig statt, der Gegenbesuch in Herzliya folgt im Jahr 2011. Der zweijährige Schüleraustausch soll fortgesetzt werden: Nach dem Besuch der Leipziger Schüler in Herzliya im November 2012 folgt nun eine neue Gruppe, welche Begegnungen in 2013 und 2014 plant.
Weiterhin kooperierten die Ben Gurion Junior High School mit dem Leipziger Max–Klinger–Schule/Gymnasium. Die Schüler arbeiteten in 2010 sehr erfolgreich im Projekt „Life on wheels“ zusammen und erkundeten in beiden Städten das Leben als Rollstuhlfahrer.
Die Freie Schule Leipzig organisierte in 2011 und 2012 ein Schüleraustauschprojekt zum Thema „Menschenrechte in der Schule“ mit der Masar School in Nazareth. Die Schüler aus Nazareth gehören als arabische Muslime bzw. Christen zu einer Minderheit in Israel.
Jugendkooperationen
Seit vielen Jahren ist der Bürgerverein Messemagistrale äußerst aktiv was Jugendaustauschprojekte zwischen Leipzig und Israel anbelangt. So organisierte der Verein in Kooperation mit dem Leipziger Jugendamt im Sommer 2008 einen Austausch von Jugendlichen/jungen Erwachsenen im Alter von 17-25 Jahren aus Leipzig und Jerusalem.
Gemeinsam mit Leipzigs Partnerstadt Herzliya ist ein weiteres Projekt in Planung: „Young Ambassadors“. Ziel ist es, Jugendliche aus verschiedenen Stadtteilen und Schulen als Botschafter ihrer Heimatstadt in die jeweilige Partnerstadt zu entsenden. Vor Ort sollen diverse Themen zum Beispiel zum Alltag, der Kultur oder der Schule offen diskutiert und Ergebnisse vorgestellt werden.
Das Fanprojekt Leipzig der OUTLAW gGmbH setzt sich für die integrative und friedliche Kraft des Fußballsports in Leipzig ein. Im Rahmen des Aufbaus einer toleranten und demokratischen Fußballfankultur in Leipzig finden regelmäßig Bildungsfahrten und Veranstaltungen zum Thema “Deutsch-Israelische Zusammenarbeit” statt. In 2012 gestaltete das Fanprojekt mit vielen weiteren Partnern das Rahmenprogramm für das Fußball-Länderspiel der Nationalmannschaften aus Deutschland und Israel in Leipzig. Für 2013 ist eine Bildungsfahrt nach Israel geplant.
Seit 2008 kooperiert der Verein Falken, ein gemeinnütziger freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, mit vier selbstorganisierten Kinder- und Jugendgruppen und knapp 100 Mitgliedern in Leipzig, mit Partnern in Israel.
Es fanden u. a. in 2010 rege Austauschprogramme mit den israelischen (HaShomer HaTzair) und palästinensischen (Independent Youth Union) Partnerorganisation statt.
Jugendamt der Stadt Leipzig
Diverse Austauschprojekte fanden bereits im Bereich der internationalen Jugendarbeit des Jugendamtes statt, so z. B. ein Workcamp in Israel im Jahr 2008. Aktuelle Angebote sind auf der Homepage (Link unten) zu finden.
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Kommunale Zusammenarbeit: Leipzig und Herzliya |
Die ersten Kontakte zwischen Leipzig und Herzliya wurden im Januar 2007 geknüpft: Leipzigs Oberbürgermeisters Burkhard Jung reiste mit einer Delegation aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion in die israelische Stadt. Bereits im darauffolgenden Jahr präsentierte sich die Stadt Leipzig anlässlich des Tag der Deutschen Einheit in der Residenz des Deutschen Botschafters in Herzliya. Auch hier reiste Oberbürgermeister Jung mit Delegation nach Israel.
Im Rahmen der Brundibar-Aufführung im Januar 2010 erfolgte dann die Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“ durch die beiden Oberbürgermeister in Herzliya. Das Memorandum soll die weitere Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Jugendarbeit fördern.
Die offizielle Städtepartnerschaftsurkunde wurde schließlich im September 2011 in Herzliya unterzeichnet. Mit mehr als 80 Leipzigern reiste Oberbürgermeister Burkhard Jung nach Israel. Mit dabei waren u. a. auch Unternehmer aus Leipzig und Sachsen, welcher sich der Unternehmerreise „Sachsen Sail“ anschlossen, welche in 2011 nach Herzliya führte.
Seit 2011 ist die israelische Hafenstadt die 14. Partnerstadt Leipzigs. Die Stadt Herzliya und die Kooperation mit Leipzig wird auf einer gesonderten Seite beschrieben:
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Kultur |
Die kulturellen Verbindungen zwischen Leipzig, Israel und insbesondere Herzliya sind sehr vielfältig und bilden einen wichtigen und sehr aktiven Part in der deutsch-israelischen Zusammenarbeit. Nachfolgend beispielhaft ein Überblick zu Kooperationen in folgenden Bereichen: Künstleraustauschprojekte/ Ausstellungen, Musik, Theater/Oper und Museen, um nur einige zu nennen.
Künstleraustauschprojekte/Ausstellungen
In Herzliya ist die „Artists’ Residence“ das Zentrum für Kreativität diverser Künstler. Sie wurde im Jahr 1995 von der Stadtverwaltung Herzliya gegründet. Die Artist Residence unterhält eine Galerie zeitgenössischer Kunst, in welcher monatlich neue Arbeiten von lokalen und internationalen Künstlern ausgestellt werden. Varda Genossar begleitete als Kuratorin die Residenz viele Jahre lang. Seit Ende 2012 hat Tal Kobo die künstlerische Leitung übernommen.
Als erster Leipziger Künstler reiste Axel Töpfer im Sommer 2007 nach Herzliya und wirkte in der Artist Residence. Im Mai/Juni 2009 folgte Gudrun Petersdorff, sie arbeitete in der Grafikwerkstatt und aktiv am Künstleraustausch – gemeinsame Kunstprojekte mit der israelischen Druckkünstlerin Orit Hofshi sind in Planung. Weiterhin planen die Leipziger Künstler Harald Alff und Anke Theinert im Februar 2013 einen Aufenthalt in der Artist Residence.
Darüber hinaus hat die israelische Druckkünstlerin Orit Hofshi im August/September 2008 am 18. Druckgrafik-Symposium in Hohenossig teilgenommen. In Verbindung mit einem Druckgrafik-Workshop gegeben von Reinhard Rössler, wurden 35 Werke ausgestellt. Gleichzeitig besuchte Orit Hofshi Leipzig, um über weitere Ausstellungsmöglichkeiten zu sprechen. Orit Hofshi hatte in der Vergangenheit ebenfalls ein Atelier in der „Artists’ Residence“ in Herzliya inne.
Im Rahmen des „Leipzig International Art Programme (LIA)“ wirkte der Künstler Etamar Beglikter aus Herzliya im April/Mai 2010 in einem Atelier. Im Rahmen des Frühjahresrundgangs 2010 auf dem Spinnereigelände war ebenso Varda Genossar (damalige Kuratorin der Artist Residence Herzliya) anwesend.
Weiterhin unterhält der israelische Künstler Michael Touma eine Galerie in Leipzig. Im Rahmen der Delegationsreise des Leipziger Oberbürgermeisters nach Herzliya und der Präsentation der Stadt anlässlich des Tag der Deutschen Einheit 2008 eröffnete er seine Ausstellung „Die menschliche Landschaft“ in der Residenz des Deutschen Botschafters in Herzliya.
Musik
Musikalischen Austausch pflegen die Leipziger Musikschule „Johann Sebastian Bach“ und das Städtische Konservatorium Herzliya. Der Austauch begann mit einem Herzliya-Besuch der Leipziger Musiklehrer Anna und Andreas Reuter. Sie unterrichteten 2010 vor Ort, hielten Workshops und lernten so Herzliya kennen. Der Gegenbesuch erfolgte in 2012. Kurz vor Beginn der Sommerpause durften die Leipziger Musikschüler von und mit Dr. Mark Shaviner (Klavier) und Smadar Sachs (Flöte) lernen.
www.musicedu.org.il
Im Rahmen der Delegationsreise des Leipziger Oberbürgermeisters nach Herzliya und der Präsentation der Stadt anlässlich des Tag der Deutschen Einheit 2008 kam es zum ersten Auftritt im Zuge der Kooperation der Hochschule für Musik und Theater Leipzig (HMT) mit der Jerusalem Academy of Music and Dance (JAMD). Ein weiteres Konzert folgte im Januar 2009 in Leipzig.
www.jamd.ac.il/en
Die Musik des Leipziger Synagogalchores erfreut nicht nur die Hörer der Konzerte in Leipzig, Deutschland oder Polen. Das Ensemble reiste im März 2010 auch nach Israel: Konzerte in Yad Vashem (Synagoge), Herzliya, Tel Aviv (Beth Hatefutsoth Museum), im Kibbuz Kfar Hachoresh bei Nazareth und in Jerusalem (Hebrew Union College, Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg) waren sehr emotional und äußerst erfolgreich!
Weitere Höhepunkte in der musikalischen Zusammenarbeit:
- Eine Konzerttournee führte im Jahr 2009 auch das Ensemble amarcord nach Israel,
- Kurt Masur ist Ehrendirigent des Jerusalem Symphony Orchestra,
- Im Jahr 2007 war der israelische DJ Knob im Leipziger Nachtcafé zu Gast,
- im Jahr 2008 feierte Israel 60 Jahre Unabhängigkeit. Zahlreiche Projekte fanden zeitgleich in Deutschland statt. So haben zum Beispiel die Akteure des Projektes „iLand“ ein sehr emotionales Konzert im Mai 2008 mit israelischen Künstlern in Leipzig organisiert: HaBanot Bechama und Ulman musizierten gemeinsam im Spiegelzelt. (Homepage: www.iland2008.de)
Theater/Oper
Die Kinderoper „Brundibar“ wurde gemeinsam von deutschen und israelischen Kindern aufgeführt. In den Jahren 2008 gab es Aufführungen in Berlin und Leipzig (Konzerte im Gewandhaus und in der Oper), sowie in Tel Aviv oder Haifa und Jerusalem in 2009. Der Gewandhauskinderchor reiste für die gemeinsame Aufführungen mit dem Moran Choir im Januar 2010 nach Herzliya. Das Projekt steht unter Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Merkel.
www.moran-choir.co.il/en/
Auf Einladung des Goethe Instituts Tel Aviv gastierte im Jahr 2010 das Theater der Jungen Welt in Herzliya. Es wurde das Stück „Kinder des Holocaust“ aufgeführt: Die auch überregional mit großem Interesse wahrgenommene Aufführung des Leipziger Jugendtheaters beruht u. a. auf Interviewprotokollen überlebender jüdischer Kinder, die in den Jahren 1944-48 in Polen entstanden und im April 2008 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht wurden. Sie gehören zu den erschütterndsten Zeugnissen des nationalsozialistischen Terrors gegen polnische Juden, nicht zuletzt, weil sie das Schicksal der nur wenigen überlebenden Kinder zum Inhalt haben und deren systematische Befragung direkt nach dem Krieg.
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Sport |
LIPSIADE
Erstmalig nahmen Sportler aus Herzliya im Jahr 2011 an der Jugendolympiade in Leipzig teil. Die beiden Handballmannschaften waren äußerst erfolgreich und belegten bei den Wettkämpfen die Plätze 1 und 3.
Fußball
Im Mai 2012 fand das Fußball-Länderspiel der Nationalmannschaften aus Deutschland und Israel in der Leipziger Red Bull Arena statt. Aus diesem Anlass gestalteten die DFB Kulturstiftung, Botschaft des Staates Israel, OUTLAW gGmbH und die Stadt Leipzig ein buntes Rahmenprogramm mit vielen weiteren Partnern in Leipzig. Neben einem Dokumentarfilmabend fanden Vortragsveranstaltungen, Freundschaftsspiele von Jugendmannschaften und eine „After-Game-Party“ mit einem israelischen DJ in der Distillery statt. Übrigens: Die deutsche Nationalmannschaft gewann die Partie mit 2:0.
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Universität / Wissenschaft |
Universität Leipzig
Bereits im Jahr 2007 unterzeichneten die Universitäten in Leipzig und die Ben-Gurion-University in Be’er Sheva eine Vereinbarung. Federführend wirkte hier die Theologische Fakultät, involviert sind auch die Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Im Rahmen der Kooperation gibt es unter anderem auch Studentenaustauschprogramme.
Unter Leitung von Prof. Dan Diner kooperiert das Simon-Dubnow-Institut sehr umfangreich mit den israelischen Partnern.
Im Juli 2009 wurde eine Universitätsvereinbarung mit der Hebrew University Jerusalem unterzeichnet. Der Anfang wurde von der Philologischen Fakultät gemacht, Theologie und Sozial- und Politikwissenschaften folgten mit ihren Projekten.
Hochschule für Musik und Theater (HMT)
Im Januar 2009 wurde in Leipzig eine Kooperationsvereinbarung zwischen der HMT und der Jerusalem Academy for Music and Dance geschlossen (siehe Punkt Kultur-Musik).
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Vereine und Institutionen |
Verein zur Städtepartnerschaft Leipzig-Herzliya e. V. Am 11. Mai 2010 wurde der Verein gegründet, der die freundschaftliche Verbindung zwischen den Städten Leipzig und Herzliya unterstreicht und durch vielfältige Projekte weiter intensivieren wird.
Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. Das Ariowitsch-Haus wurde nach mehrjähriger Sanierung im Jahr 2009 eröffnet. Mit dem Ziel, Juden und Nicht-Juden zusammenzubringen, bietet es den Interessenten ein umfangreiches Programm an z. B. Kunst und (jüdischer) Kultur.
Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig e. V. Die DIG wurde im Jahr 1966 gegründet, ein Jahr nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Deutschlandweit agieren 53 Arbeitsgruppen in den 16 Bundesländern.
Die Leipziger Arbeitsgruppe befördert seit mehreren Jahren aktiv die Beziehungen zwischen Leipzig, Deutschland und Israel.
Tor nach Zion e. V. Der Verein beschreibt sein Wirken selbst so: „Unsere Arbeit soll ein Tor sein, durch das Versöhnung und Unterstützung zwischen Deutschen und Israelis, Christen und Juden fließen kann. Wir wünschen uns, dass durch unsere Arbeit viele Menschen mit dem Gott Israels, dem Schöpfer des Universums und König der Welt, in Berührung kommen.“
Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig Die Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig befasst sich auf vielfältige Weise mit dem Leben und Wirken der Leipziger Juden in Vergangenheit und Gegenwart. Sie arbeitet noch heute im Sinne von Ephraim Carlebach: Beizutragen, dass die Menschen einander mit Toleranz und Freundlichkeit begegnen und ihre Verschiedenartigkeit nicht als Bedrohung empfinden, sondern als gegenseitige Bereicherung begreifen.
Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig e. V. Der Verein wurde im Jahr 2000 gegründet und unterstützte zunächst sehr stark den Bau des Kultur- und Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus. Nach seiner Eröffnung im Jahr 2009 bereichert der Verein mit vielfältigen Aktivitäten das Programm und Miteinander im Ariowisch-Haus.
Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung Mitteldeutschland Seit der Gründung der Wirtschaftsvereinigung im Jahr 1967 stärkt die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Deutschland stellt für Israel den wichtigsten Handelspartner in Europa dar. Insbesondere Leipzig profitiert durch eine eigene Repräsentanz der Wirtschaftsvereinigung.
Weitere Partner in Leipzig:
- Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig
Homepage: www.irg-leipzig.de
- Jüdisch-christliche Arbeitsgemeinschaft
Homepage: www.jcha.de
- Leipziger Synagogalchor e. V.
Homepage: www.synagogalchor-leipzig.de
- Simon Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e. V.
Homepage: www.dubnow.de
- Anne-Frank-Shoah-Bibliothek in der Deutschen Nationalbibliothek
Homepage: DNB
- Bürgerverein Waldstrassenviertel e. V.
Homepage: www.waldstrassenviertel.de
- Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Homepage: www.schulmuseum-leipzig.de
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Wirtschaft |
Der Ausbau der wirtschaftlichen Verbindungen wurde im Jahr 2011 deutlich intensiviert: Die Netzwerke wurden mittels einer Reise Leipziger bzw. sächsischer Unternehmer im Rahmen der „Sachsen Sail“ nach Herzliya vertieft. Anlass der Reise war die Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunde und das gleichzeitige Kennenlernen der neuen Partnerstadt.
Generell können Institutionen, die an einer Kooperation mit Israel interessiert sind, von der Leipziger ISUCON GmbH profitieren. Diese unterhält ein hervorragend ausgebautes Netzwerk, welches vielen Akteuren mit unterschiedlichen Projekten (wirtschaftliche oder kulturelle Natur) rege genutzt wird.
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Ausblick: 2015 |
50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel
Bereits heute beginnen die Planungen für Veranstaltungen in dem Festjahr. Unter anderem ist eine Konzerttournee des Leipziger Thomanerchors nach Herzliya geplant.
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Sonstiges |
Jerusalem Im Herbst 2012 fand auf Initiative des Staates Israel die erste „Deutsch-Israelische Städtepartnerschaftskonferenz“ in Israel statt. Viele Vertreter aus deutschen und israelischen Städten sind der Einladung gefolgt, auch Leipzig war anwesend.
Darüber hinaus findet alljährlich eine Bürgermeisterkonferenz in Jerusalem statt, an welcher Leipzigs Oberbürgermeister Jung im Jahr 2007 teilnehmen konnte.
Ein Hain für Israel Der Leipziger Stadtrat beteiligte sich an der Aktion des Jüdischen Nationalfonds "Ein Hain für Israel" (Spenden für Baumpflanzungen).
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Kontakt
Stadt Leipzig Referat Internationale Zusammenarbeit
Ansprechpartnerin für die Kooperation mit Israel, israelischen Einrichtungen und der Partnerstadt Herzliya:
Dr. Gabriele Goldfuß Tel: 0341 123-2032
Manuela Wächter Tel: 0341 123-2062
E-Mail: international@leipzig.de |
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