Die „Krakauer Tage“ brachten Krakauer Kultur und Lebensart nach Leipzig. Die beiden Partnerstädte hatten ein ambitioniertes Programm zusammengestellt, zu dessen Höhepunkten das Chopin-Programm der „Capella Cracoviensis“ im Gewandhaus zählte. Besonders interessant waren auch die Beiträge der im deutsch-polnischen Kontext aktiven Leipziger Partner, allen voran das Polnische Institut, aber auch Galerie KUB des artpa e. V., Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e.V. oder Europa-Haus Leipzig e.V. Anlässlich der „Krakauer Tage“ warben zwei Krakauer Drachen und der Lajkonik (kostümierter Türkenreiter) an den Informationsständen im Stadtbüro, in der Tourist-Information und in der Innenstadt für ihre Heimatstadt.
Auf Grund der Flugzeugkatastrophe, bei der am 10. April 2010 der polnische Präsident, Lech Kaczynski, seine Ehefrau und weitere hochrangige polnische Repräsentanten ums Leben kamen, wurden alle weiteren Veranstaltungen im Rahmen der „Krakauer Tage“ abgesagt. Das Riesenposter am Giebel des Stadthauses erhielt ein Zusatzbanner mit der Aufschrift „LEIPZIG TRAUERT MIT SEINEN POLNISCHEN NACHBARN“. Die geplante deutsch-polnische katholische Messe am 11. April in der Nikolaikirche wurde auch als Gedenkgottesdienst gehalten. Neben Burkhard Jung und Friedrich Magirius nahm daran auch die Krakauer Delegation unter Leitung von Vizebürgermeister Kazimierz Bujakowski teil.
Über den Zeitraum der „Krakauer Tage“ hinaus sind das ganze Jahr über Veranstaltungen zum Thema Polen geplant. Hierbei spielen langjährige Kontakte auch zu anderen polnischen Städten und Regionen eine Rolle. Von herausragender Bedeutung ist der diesjährige Opernball „Viva Cracovia“ am 16. Oktober 2010.