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Leipziger Spezialitäten |
Leipzig ist nicht nur älteste Messestadt und nach Wien die traditionsreichste Musikstadt, sondern auch eine Stadt für Genießer. Seit Jahrhunderten können die Leipziger und ihre Gäste in der weltoffenen Metropole von einem "Scheelen Heeßen" (Kaffee) über das "Leipziger Allerlei", die „Leipziger Lerche“ oder die „Leipziger Räbchen“ bis hin zur "Gose" und zum „Leipziger Allasch“ viele kulinarische Spezialitäten genießen. Eine Köstlichkeit von besonderer Güte sind auch die an Johann Sebastian Bach erinnernden "Bachtaler" und "Bachpfeiffen". |
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Wie bekannt sind Leipziger Spezialitäten? |
In einer 2009 erstmals durchgeführten Befragung des Animationskurses der Klasse BF 08 des Beruflichen Schulzentrums „Susanna Eger“ wurde das Wissen über die Leipziger Spezialitäten getestet. Dabei kamen erstaunliche Dinge zu Tage. Von über 1.000 befragten Leipzigern kannten 51,7% die „Leipziger Lerche“, die aus ofenfrischem Mürbeteig hergestellt wird. Insgesamt 72,2% erwähnten das Gemüsegericht „Leipziger Allerlei“. Die „Leipziger Räbchen“ sind weniger bekannt. Gerade einmal 4,6% erwähnten die mit Marzipan gefüllte Pflaume, die in Eierkuchenteig getaucht und anschließend in Öl gebacken wird. Wesentlich beliebter ist die „Gose“, ein obergäriges Bier, das 44,6% der Leipziger nannten. Erfreulicherweise ist seit September 2009 in den Leipziger Filialen der Handelskette KONSUM die Original „Döllnitzer Rittergutsgose“ gelistet, ebenso wie der „Leipziger Allasch“, ein unter Verwendung von Kümmeldestillat hergestellter Kümmellikör (38% vol.). Ihn erwähnten immerhin 23,9%.
Die Ergebnisse der Befragung wurden am 30.9.2009 zum 148. Tourismusfrühstück der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH – welche die Spezialitäten zukünftig verstärkt kommunizieren wird - erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. |
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Susanna Eger und Berufliches Schulzentrum „Susanna Eger“ |
Susanna Eger wurde 1640 als Tochter eines Krämermeisters geboren und heiratete 1657 den Handelsmann Johann Eger. Aufgrund des frühen Tods ihres Mannes musste die allein-erziehende Mutter ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Sie kochte für Leipziger Bürger und entwickelte sich zu einer lokal bekannten Berufsköchin. 1706 erschien ihr „Leipziger Kochbuch“, welches über 900 Rezepte sächsischer Gerichte beinhaltete, u.a. das des „Leipziger Allerlei“ und das der „Leipziger Räbchen“. Die Auswahl reichte von einfachen preiswerten Speisen bis hin zu aufwendigen lukullischen Gaumenfreuden. Die Besonderheit des Kochbuches bestand darin, dass Mengenangaben der Rezepturen sowie Umrechnungstabellen für Münzen und Gewichte enthalten waren. 1713 verstarb Susanna Eger im Alter von 73 Jahren in Leipzig.
Im Leipziger Beruflichen Schulzentrum "Susanna Eger" werden auch heute noch ihre Rezepte zubereitet und Köche, Restaurant- und Hotelfachmänner und -frauen ausgebildet. Zusätzlich wird eine 2-jährige Fortbildung zum Betriebswirt für Hotel- und Gaststättengewerbe angeboten. In der angeschlossenen gastgewerblichen Fachbibliothek sind über 10.000 Bände und fachhistorische Sammlungen zu finden, die die Entwicklung von Hotellerie und Gastronomie in Mitteldeutschland dokumentieren und gleichzeitig die Geschichte der Leipziger Fachschule für Gaststätten- und Hotelwesen als zweitälteste deutsche Hotelfachschule deutlich machen. Aufgrund dieser traditionellen Vorgeschichte erlernen die Schüler in der Lehrbäckerei und den 3 Lehrküchen wie Leipziger Spezialitäten zubereitet werden. Ein Teil der dazu notwendigen Zutaten wird frisch aus dem hauseigenen Gewächshaus, dem Kräutergarten und der Obstwiese bezogen.
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