Bei der Gose handelt es sich um ein obergäriges Bier nach Art eines Weizenbiers mit einem Alkoholgehalt von 4,5 % vol. Der Name dieses Exoten leitet sich aus dem Flüsschen Gose ab, das durch Goslar fließt. Schon vor 1000 Jahren trank Kaiser Otto bei seiner Tante in Quedlinburg diese Spezialität. 1375 erließ Fürst Johann 1. in Anhalt-Zerbst ein Reinheitsgebot für die Gose. Aber erst Fürst Leopold von Anhalt-Dessau brachte die Gose 1738 nach Eutritzsch. Dort entstand die erste Gosenschenke - Die Kümmelapotheke. Um 1900 war es das meistgetrunkene Bier der Messestadt. Berühmt wurde besonders die 1899 gegründete Gosenschenke „Ohne Bedenken“ in Leipzig. Nach umfangreicher Rekonstruktion des Wirtshauses 1986, gelangte die Gose wieder ins Bewusstsein der Leipziger, denn das Getränk war nach dem Zweiten Weltkrieg untergegangen. Die traditionsreiche Gose wird seit 2000 ebenfalls im Gasthaus- und Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof angeboten. Gose können Sie nicht nur pur genießen, sondern auch als "Regenschirm" (Gose mit Kümmelschnaps), "Sonnenschirm" (Gose mit Sirup) oder "Frauenfreundliche" (Gose mit Kirschlikör).
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