"Bliemch´ngaffee" und "Muggefukk" |
Die erste Kaffeebohnenausstellung auf der Leipziger Messe war 1670. Der "Königlich Polnisch Kurfürstlich Sächsische Hofchocoladier Lehmann" eröffnete 1694 am Markt den ersten Kaffeeausschank. 1719 zog es die Kaffeeliebhaber dann in den später durch Robert Schumann weltbekannt gewordenen "Coffe Baum" in der Kleinen Fleischergasse. Seither sind unser "Bliemch'ngaffee" und "Muggefukk" in aller Munde. Zum Verstehen dieser Ihnen vielleicht nicht geläufigen Begriffe der Kaffeesachsen brauchen Sie bestimmt eine Minilektion in sächsisch:
Bliemch'ngaffee - Unser Blümchenkaffee enthält soviel Wasser, daß man bei einer gefüllten Meißner Porzellantasse das typische Dekorblühmchen auf dem Grund erkennen kann. Ein sehr herzschonendes Getränk also.
Muggefukk - "Moka faut" schrien die Franzosen, als Napoleons Truppen 1806 in Leipzig Einzug hielten. Es war ein Malz- oder mit viel Zichorie versetzter Kaffee. Dieser "Moka faut"- für uns Sachsen viel zu schwer auszusprechen - hieß dann eben "Muggefukk".
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