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Leipzigs Sammlungen und Kunstschätze |
Kunstschätze und Sammlungen haben in Leipzigs Geschichte einen rühmlichen Platz. Zum einen sind durch die städtischen Einrichtungen und die Universität schon vor längerer Zeit Sammelgebiete wissenschaftlich erschlossen worden, zum anderen haben einige Leipziger Bürger ihre Privatsammlungen oder Teile davon dem Allgemeinwohl übergeben.
Daraus hervor ging beispielsweise die Stadtbibliothek, in der sich außerdem eine der ältesten Musikbibliotheken Deutschlands befindet.
Im Alten Rathaus am Markt und im Neubau im Böttchergäßchen hat das Stadtgeschichtliche Museum seinen Platz. Neben der ständigen Ausstellung über die Historie Leipzigs finden hier regelmäßig thematische Sonderausstellungen statt. Zum Stadtgeschichtlichen Museum gehören außerdem das Völkerschlachtdenkmal, das FORUM 1813 als Museum zur Völkerschlacht, das Museum Zum Arabischen Coffe Baum, das Schillerhaus in Leipzig-Gohlis, das Sportmuseum und das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Das Museum der bildenden Künste wurde 1837 durch den Leipziger Kunstverein gegründet. Stiftungen und großzügige Kunstfreunde ermöglichten den Aufbau einer Kunstsammlung, die heute 2.700 Gemälde (vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart), 750 Plastiken und über 55.000 Zeichnungen und Druckgrafiken umfaßt. Einzigartig ist die reiche Kollektion an Cranach-Bildern. Großen Raum nimmt zeitgenössische Kunst ein. Im Dezember 2004 erfolgt die Einweihung des Museumsneubaus in der Katharinenstraße.
Zeitgenössische Kunst wird durch Wechselausstellungen auch in der Galerie für Zeitgenössische Kunst erlebbar.
Das Naturkundemuseum, das seit über 90 Jahren besteht, widmet sich in Sonderausstellungen besonders Themen, die das Verhältnis Mensch-Natur und Ökologie zum Inhalt haben.
Dem Leben und Wirken des großen Komponisten und langjährigen Leipziger Stadtmusikdirektors Johann Sebastian Bach ist die Ausstellung im Bach-Museum des Bach-Archivs am Thomaskirchhof gewidmet.
Im in weitgehend historischer Treue wieder hergestellten Mendelssohn-Haus, dem Wohn- und Sterbehaus des bedeutendsten Komponisten seiner Zeit, wird Felix Mendelssohn Bartholdy als erster moderner Dirigent und ideenreicher Reformator des Städtischen Musiklebens von Leipzig geehrt. Ein Stück Musik- und Stadtgeschichte wird auch im Schumann-Haus, in dem Robert und Clara Schumann in den ersten vier Ehejahren lebten, erlebbar.
Dauerausstellungen mit Exponaten aus den Sammlungen der Universität und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (FH) sind im Ägyptischen Museum in der Burgstraße und im Antikenmuseum in der Alten Nikolaischule zu sehen.
Im Komplex des Grassimuseums am Johannisplatz haben neben dem Museum für Musikinstrumente der Universität, das mit 5.000 Exponaten aus fünf Jahrhunderten zu den bedeutendsten seiner Art in der Welt gehört, zwei weitere Museen ihren Platz. Das Museum für Völkerkunde, das seit über 125 Jahren besteht, besitzt nicht nur bedeutende Sammlungen, sondern leistet auch wichtige Beiträge für die Forschung und die Völkerverständigung. 1874 schlug die Geburtsstunde des Museums für Angewandte Kunst, das sich in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts - in Verbindung mit der Messe - zu einer wichtigen Einrichtung für angewandte Kunst profilierte. Nach erfolgter Rekonstruktion feiern die drei Museen in den Jahren 2005 bis 2007 ihre Wiedereröffnung am angestammten Standort.
Kulturhistorisch bedeutsame Objekte aus dem Industriezeitalter in der Stadt Leipzig vermittelt die ständige Ausstellung der GaraGe, dem Technologiezentrum für Jugendliche. Historische Drucktechniken werden sorgfältig im Museum für Druckkunst in Leipzig-Plagwitz gepflegt.
Jüngste Geschichte wird eindringlich in der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" lebendig. In dem Gebäude, in dem sich die Bezirksverwaltung des DDR-Staatssicherheitsdienstes befand, hat die ständige Ausstellung "STASI - Macht und Banalität" ihr Domizil.
Ein "Erlebnis Geschichte" wird im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig Wirklichkeit. Besuchern wird auf eindrucksvolle Art und Weise die Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sowie die Entwicklung seit 1989 dargeboten.
Das in Leipzig die Museumslandschaft von einer großen Vielfalt geprägt ist, beweisen auch solche Museen wie das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Bücherei, das Deutsche Kleingärtnermuseum, das Kamera- und Fotomuseum, der Historische Straßenbahnbahnhof Leipzig-Möckern, das Memorialmuseum Völkerschlacht 1813, das Sächsische Apothekenmuseum, das Torhaus Dölitz oder das Schulmuseum.
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